Motorsport Formel1
"Schumi" will Ferrari-Heimspiel in Imola gewinnen

Michael Schumacher will beim Großen Preis von San Marino die Tifosi endlich wieder jubeln lassen und für Ferrari siegen. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo übt Druck auf seinen Star aus: "Wir müssen in Imola gewinnen."

Michael Schumacher ist vor dem Großen Preis von San Marino in Imola am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) optimistisch und stellte den Tifosi vor dem Heimspiel der "Roten" den Sieg in Aussicht. "Ab jetzt ist jedes Rennen wichtig für uns. Wir wollen den Boden gutmachen, den wir in der ersten drei Rennen verloren haben", betonte Schumacher und eröffnete vor dem Europa-Auftakt beim Großen Preis von San Marino die Jagd nach seinem achten WM-Titel neu: "Noch ist absolut alles drin. Ich habe schon ganz andere WM-Stände gesehen, die sich plötzlich drehten."

Gut gelaunt, zuversichtlich und motiviert bis in die Haarspitzen traf der 37-Jährige am Donnerstag mit einem schwarzen Maserati im Fahrerlager ein, nachdem er sich am Tag zuvor bei einem Benefiz-Fußballspiel in Siegstimmung gebracht hatte. Keine Spur mehr vom Frust über das spektakuläre Unfall-Aus beim Großen Preis von Australien vor knapp drei Wochen oder die darauf folgenden Rücktritts-Ratschläge einiger Experten.

Schumacher: "Das ist ein optimales Auto"

Vielmehr genoss Schumacher nach den jüngsten Treueschwüren für Ferrari ("Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich bleibe") die Vorfreude auf den "neuen WM-Start" in vollen Zügen. "Ich werde keine Ruhe haben, bis ich das ganze Potenzial meines Autos zeigen werde. Ich bin fest davon überzeugt, das ist ein optimales Auto", bekräftigte der Kerpener. Selbst der Rückstand von 17 Punkten auf den in der Fahrerwertung mit 28 von möglichen 30 Zählern führenden Alonso konnte die Laune des Rekordweltmeister nicht trüben.

Für großen Optimismus bei Schumacher, der seinen ersten Triumph seit dem Skandalrennen von Indianapolis am 19. Juni 2005 feiern will, sorgen vor allen Dingen der neue Motor sowie das verbesserte Aerodynamik-Paket mit neuem Frontflügel. Die letzten Tests in Barcelona und Vallelunga gaben Anlass zur Hoffnung, "dass wir siegfähig sein werden", wie Ferrari-Teamchef Jean Todt bestätigte.

Konkurrenz hat weiterhin Respekt

Auch die Konkurrenz fürchtet Schumacher weiterhin. "Michael war schon in Melbourne schnell und ist für mich in Imola ein Siegkandidat", tippte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, während Alonso verriet: "Erfolge gegen Schumacher machen besonders Spaß. Ich achte ihn als fairen Sportsmann und hoffe, dass er noch ein paar Jahre weiterfährt."

Doch der Druck auf die Scuderia ist nach der Durststrecke hoch. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo nimmt Schumacher als seinen teuersten Angestellten beim Heimspiel dann auch besonders in die Pflicht. "Wir müssen in Imola gewinnen", fordert er unmissverständlich.

Toyota ebenfalls optimistisch

Ralf Schumacher ist nach dem dritten Platz in Melbourne ebenfalls optimistisch. "Wir haben gute Fortschritte auf der Reifenfront gemacht und das Zusammenspiel von Auto und Reifen generell verbessert", sagte der Toyota-Pilot. Grund zur Zufriedenheit herrscht aufgrund der kontinuierlichen Steigerungen auch beim BMW-Sauber-Team um Nick Heidfeld (Mönchengladbach). "Es war zuletzt erfreulich zu sehen, dass wir so nah dran sind an den Top-Teams. Das war noch nicht zu erwarten", erklärte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen angesichts der Ränge vier und sechs durch Heidfeld und Jacques Villeneuve (Kanada) in Australien.

"Rookie" Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Cosworth will nach zwei Punkten aus den drei Überseerennen in der Emilia Romagna erstmals von einer ganz besonderen Erfahrung profitieren. "Diese Strecke kenne ich, das sollte mir eine Hilfe sein", meinte der 20-Jährige.

© SID

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