Motorsport Formel1
Sechs Weltmeister gegen Vettel

Sechs Weltmeister mit 27 Titeln, dazu der Le-Mans-Rekordchampion - sie alle treten beim 23. Race of Champions in Düsseldorf gegen den neuen Formel-1-Primus Sebastian Vettel an.

Sebastian Vettels Feier-Marathon erlebt nach vielen schönen Momenten noch einmal einen doppelten Höhepunkt: Für ein paar Runden auf der Fan-Meile in Berlin und das Race of Champions in Düsseldorf sammelt der jüngste Formel-1-Weltmeister noch einmal alle Kräfte. "Mit dem WM-Titel im Rücken ist das etwas ganz besonderes", sagte Vettel mit Blick auf "unser zweites Heimspiel" in diesem Jahr beim Race of Champions in Düsseldorf: "Ich hoffe, dass die Hütte voll sein wird, und freue mich sehr darauf."

Den riesigen Rummel nach seinem Titel genießt Vettel trotz aller Strapazen. Mit den Flugmeilen der letzten 14 Tage sei er "schon über die Hälfte Richtung Mond, für hin und zurück reicht es noch nicht", sagte Vettel, der die Zeit nicht missen möchte. "Gewisse Momente wird man nie mehr vergessen, da bekommt man eine Gänsehaut", erklärte der 23-Jährige am Freitagabend, nachdem er in Düsseldorf schon erste Trainingsrunden absolviert hatte und dabei einmal sogar mit einer Passagierin im Kiesbett gelandet war. "Wenn das am Samstag passiert, könnte Michael mich noch retten. Am Sonntag wäre es nicht so gut", meinte Vettel: "Das ist zwar ein Spaß-Event, aber sobald wir den Helm aufsetzen, schalten wir alle in den Race-Modus und wollen den Typen neben uns schlagen."

Bei seinem ersten Renn-Auftritt als Weltmeister ist Vettel der Gejagte, sechs andere Champions mit 27 Titeln sind die Jäger. Dennoch will er mit seinem Freund Michael Schumacher am Samstag (19.00 Uhr/Sky) zum vierten Mal in Folge den Nationen-Cup gewinnen, ein Sieg im Einzelrennen am Sonntag (13.00 Uhr/Sky) wäre dann der perfekte Abschluss eines traumhaften Jahres.

Mit dem Red-Bull-Renault über die Fan-Meile in Berlin

Um gegen Superstars wie den dreimaligen Sieger und Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb, Formel-1-Rekordchampion Schumacher, den viermaligen Formel-1-Weltmeister Alain Prost, den fünfmaligen Motorrad-Champion Mick Doohan oder Le-Mans-Rekordgewinner Tom Kristensen eine gute Figur zu machen, gönnt sich Vettel am Samstagmittag noch ein ganz besonderes Doping. In seinem Red-Bull-Renault, mit dem er auch in Düsseldorf "die Kuh fliegen lassen" will, wird er zwischen 12.00 und 14.00 Uhr über die Fan-Meile in Berlin brausen.

"Ich wollte schon immer mal ein paar Runden durch Berlin drehen", sagt Vettel: "Am Samstag kann ich mir diesen Wunsch endlich erfüllen. Wir dürfen die Strecke zwischen dem Brandenburger Tor und der Yitzhak-Rabin-Straße in eine Boxengasse verwandeln und mal so richtig Gas geben. Ich hoffe nur, es gibt keinen Schnee."

Vettel-Party geht in Düsseldorf weiter

Nach einem kurzen Flug dürfte die Vettel-Party dann in Düsseldorf nahtlos weitergehen, wo mit immensem Aufwand die Fußball-Arena von Zweitligist Fortuna in eine Rennstrecke verwandelt wurde. Die Bedingungen sind für die Fahrer aus den unterschiedlichsten Renn-Kategorien gleich. Gefahren wird immer Mann gegen Mann, nach dem Modus Best of Three, in identischen Autos.

Auch Schumacher freut sich auf die Unterstützung der deutschen Fans in der überdachten Arena. "In den Jahren zuvor war es für die Fans anspruchsvoll, bis zum Ende auszuharren. Das wird diesmal sicher angenehmer", meinte der 41-Jährige, der nach zwei Finalniederlagen 2007 und 2009 gegen den diesmal fehlenden DTM-Piloten Mattias Ekström aus Schweden gerne erstmals auch den Pokal für den "Champion der Champions" in der Einzelwertung holen würde.

Die ersten Beiden jeder Vierer-Gruppe qualifizieren sich

In dieser besteht die Vorrunde aus vier Vierer-Gruppen, aus denen sich die ersten Beiden für das Viertelfinale qualifizieren, ab dem es im K.o.-System weitergeht. Vettel trifft dabei auf Nascar-Star Carl Edwards aus den USA, dessen Landsmann Tanner Foust und den Portugiesen Filipe Albuquerque. Schumacher bekommt es im Duell zweier Formel-1-Ikonen mit Prost sowie dem Engländer Jason Plato und Alvaro Parente aus Portugal zu tun. Im Nationen-Cup treffen die Titelverteidiger Schumacher und Vettel zunächst auf die USA, ein All-Star-Team mit Doohan sowie das Team Benelux. Hier reicht Platz zwei schon zum Halbfinaleinzug

Der Schwede Fredrik Johnson, der 1988 das Race of Champions erfunden hat und es gemeinsam mit der früheren Rallye-Pilotin Michele Mouton ausrichtet, freut sich auf den zweiten Auftritt in Deutschland nach dem Nürburgring 1989 und das erlesene Starterfeld. "In der Lage zu sein, all diese Champions für eine Veranstaltung zusammen zu holen, ist einfach großartig. Die größten Fahrer der Formel-1-Geschichte, des Rallye-Sports und der Tourenwagen-WM - das ist schon erstaunlich. Dazu noch der neue Formel-1-Weltmeister und Sympathieträger Sebastian Vettel und sogar Motorrad-Legende Mick Doohan - ein wirklich großartiger Mix", sagt Johnson.

© SID

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