Motorsport Formel1
Shanghai: Schumacher triumphiert und führt

Pech für Weltmeister Fernando Alonso: Erst wird er in der 31. Runde von Michael Schumacher überholt, dann hat er Probleme mit seinen Reifen. Dabei hatte er zuvor mit bis zu 25 Sekunden Vorsprung deutlich geführt. In der Gesamtwertung sind beide Piloten nun gleichauf. Doch Schumacher hat noch einen weiteren Vorteil.

SHANGHAI. Rekord-Weltmeister Schumacher gewinnt das Rennen, Alonso kommt als Zweiter ins Ziel. Beide haben nun insgesamt 116 Punkte, doch Michael Schumacher hat den Renault-Piloten trotzdem von der Tabellenspitze abgelöst: Denn er hat mit insgesamt acht Saison-Siegen einmal mehr gewonnen als sein engster Konkurrent. Damit kommt der Ferrari-Pilot seinem achten WM-Sieg deutlich näher.

„Ich bin komplett aus dem Häuschen, was dieses Rennen angeht. Das war ein aufregendes und extremes Wochenende“, sagte Schumacher, der letztmals nach seinem siebten WM-Titel am 24. Oktober 2004 in Sao Paulo WM-Spitzenreiter war: „Es hatte eigentlich gut angefangen, sich dann aber kurz vor dem Qualifying gegen uns gewendet. Der Regen war nicht gut für uns. Als die Strecke dann aber abtrocknete, haben die Reifen angefangen, gut zu arbeiten. Das war der entscheidende Faktor."

Vom sechsten Startplatz nach dem verregneten Qualifying schob sich Schumacher nach vorne und überholte in der 31. Runde Alonso, der zwischenzeitlich 25 Sekunden Vorsprung hatte. Danach hatte der Spanier aber Probleme mit den Reifen, die ihn letztlich den Sieg kosteten.

„Natürlich haben wir auch profitiert von gewissen Fehlern und Veränderungen bei Fernando. Das hat uns wieder ins Rennen gebracht“, gab Schumacher offen zu. Mit einem beherzten Überholmanöver in der 41. Runde gegen Alonsos Teamkollegen Giancarlo Fisichella, der nach der Boxenausfahrt mit noch kalten Reifen in der ersten Kurve ein wenig gerutscht war, stellte Schumacher die Weichen auf Sieg.

Reifenprobleme stoppen Alonso

Alonso dagegen sagte, er habe eine große Chance verpasst. „Es war wohl nicht die richtige Entscheidung, beim ersten Stopp die Vorderreifen zu wechseln“, sagte der Spanier, der erstmals in dieser Saison den Platz an der Sonne räumen musste. „Wir haben dann versucht, mit dem frühen Wechsel auf Trockenreifen auf Risiko zu setzen und gehofft, dass ein Wunder passiert. Aber es war zu spät“, sagte der Renault-Pilot, dessen Team die Führung in der Marken-WM von Ferrari zurückeroberte (179:178).

„Die Reifen haben zu viel Schmutz aufgesammelt. Normalerweise dauert es bei trockenen Bedingungen vier, fünf Runden, um sie sauber zu fahren und wieder gute Zeiten fahren zu können. Im Nassen hat es heute aber acht, neun Runden gedauert, und das war einfach zu lange“, beschrieb Alonso sein Problem.

Heidfeld verpasst Rang vier

Im Schatten des WM-Duells zeigte der Mönchengladbacher Nick Heidfeld von den übrigen deutschen Piloten die beste Leistung. Der BMW-Sauber-Pilot lag hinter Schumacher, Alonso und Fisichella in der letzten Runde auf Platz vier, als er von den überrundeten Christijan Albers (Niederlande/Spyker) und Takuma Sato (Japan/Super Aguri) aufgehalten wurde. Dadurch schlossen die Honda-Piloten Jenson Button (Großbritannien) und Rubens Barrichello (Brasilien) auf. Button überholte Heidfeld und wurde Vierter, McLaren-Pilot de la Rossa wurde Fünfter, Barrichello kam als Sechster unmittelbar vor "Quick Nick" ins Ziel.

„Das war das enttäuschendste Rennen meiner Karriere. Nicht nur in der Formel 1, sondern in meinem ganzen Leben“, meinte Heidfeld: „Letztlich war ich froh, dass ich es überhaupt ins Ziel geschafft habe.“ Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) verpasste als Elfter die Punkteränge deutlich, Ralf Schumacher schied im Toyota in der 50. Runde aus.

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