Motorsport Formel1
"Silber" in Monaco die dominierende Farbe

Weltmeister Fernando Alonso und Mclaren-Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton haben beim Freien Training zum Großen Preis von Monaco die ersten beiden Sessions beherrscht. Zahlreiche Boliden landeten in den Leitplanken.

Beim "Crash"-Festival im Freien Training zum Großen Preis von Monaco hatte Mclaren-Mercedes am Donnerstag die Nase vorn. Vor den Augen von Rekordchampion Michael Schumacher fuhr Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien in 1:15,940 Minuten die Bestzeit und war knapp drei Zehntelsekunden schneller als der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari (1:16,215). Platz drei belegte der Brite Lewis Hamilton im zweiten "Silberpfeil" (1:16,296). In der langsameren ersten Session hatte ebenfalls Alonso die Nase vorn gehabt, Newcomer Hamilton landete auf Rang zwei.

Hamilton landet im Reifenstapel

Als Schumacher das zweite Training am Donnerstag verfolgte, sah er neben dem überzeugenden Auftritt des Weltmeisters Alonso auch eine starke Vorstellung seines Nachfolgers Räikkönen. Dessen Teamkollegen Felipe Massa, dem der Kerpener mit seiner Anwesenheit zuletzt beim Sieg in Barcelona offenbar Glück gebracht hatte, musste sich mit Rang sechs begnügen. Zudem erlebte Schumacher auch einen Fahrfehler des Shootingstars Hamilton, der das frühzeitige Ende seiner Trainingssession bedeutete. Der 22 Jahre alte WM-Führende war in der St.-Devote-Schikane in einen Reifenstapel geknallt.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug zeigte sich dennoch zufrieden mit dem jungen Wilden, der auf der Jagd nach der Bestzeit etwas über das Ziel hinausgeschossen war. "Es war ein guter erster Tag für uns mit etwas Künstlerpech für Lewis. Zuvor war er stark - wie auch Fernando - und er wird das mit repariertem Auto auch wieder sein", sagte Haug.

Die deutschen Piloten konnten sich mit Ausnahme von Nico Rosberg im Williams-Toyota nicht im vorderen Teil des Feldes platzieren. Der Wiesbadener belegte Platz acht, Nick Heidfeld im BMW-Sauber kam auf Rang 14. Erneut schlecht lief es für Ralf Schumacher im Toyota. Der Bruder des Rekordchampions auf dem Ferrari-Kommandostand fuhr kurz vor Ende des zweiten Trainings in die Streckenbegrenzung und kam nicht über den 20. Platz hinaus. Ebenfalls nach einem Unfall war das Training für Adrian Sutil aus Gräfelfing frühzeitig beendet. Der Spyker-Ferrari-Pilot landete auf dem 22. und letzten Platz.

Aus Sicht von BMW-Motorsportchef Mario Theissen waren die beiden Trainingssitzungen dennoch ein Erfolg, nicht nur wegen des siebten Platzes des Polen Robert Kubica. "Wir haben das Programm komplett absolvieren können. Es ging heute weniger um die schnelle Runde", sagte Theissen und erklärte mit Blick auf die Unfälle: "Das ist ganz klar: Drei, vier trifft es immer." Mit der Auswertung der erhaltenen Daten soll nun der traditionell freie Freitag in Monte Carlo genutzt werden, um die Autos für das Qualifying am Samstag abzustimmen.

Schumacher sagt Benefizkick ab

Ferrari-Berater Michael Schumacher war pünktlich zum zweiten Training auf den Stadtkurs gekommen. Die geplante Teilnahme am traditionellen Benefiz-Fußballspiel zwischen einer Rennfahrer-Auswahl und einem Team von Fürst Albert von Monaco hatte der 38-Jährige wegen einer leichten Verletzung am Bein noch absagen müssen, doch das Formel-1-Spektakel in den Straßenschluchten von Monte Carlo wollte er sich nicht entgehen lassen.

Schumacher soll auch am Samstag beim Qualifying und am Sonntag beim Rennen (14.00 Uhr) als Berater beim Ferrari-Team weilen. Für ähnlichen Wirbel wie beim Großen Preis von Spanien will Schumacher diesmal aber nicht sorgen, bereits im Vorfeld ließ er ausrichten, nicht für die Presse zur Verfügung zu stehen.

© SID

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