Motorsport Formel1
Silberpfeile schießen in Budapest nach vorne

Als Schnellste des freien Trainings in Budapest haben sich die Silberpfeile Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen eindrucksvoll zurückgemeldet. Sebastian Vettel wurde Sechster.

Auch die ungarische Hitze kann Sebastian Vettels Aufholjagd in der Formel-1-WM offenbar nicht stoppen. Bei knapp 30 Grad Celsius landete der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim im freien Training zum Großen Preis von Ungarn in Budapest (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei RTL und Sky) als Sechster gleich sieben Plätze vor WM-Spitzenreiter Jenson Button im Brawn-Mercedes, der nach den schwachen Auftritten in Silverstone und auf dem Nürburgring eigentlich seine Hoffnung in die höheren Temperaturen gesetzt hatte.

Allerdings fehlten dem Briten rund zwei Zehntelsekunden auf Vettel und zwei weitere auf dessen viertplatzierten Teamkollegen Mark Webber, der nach seinem ersten GP-Sieg in der Eifel ebenfalls ein Titelkandidat geworden ist. Zurückgemeldet haben sich zudem in Budapest die Silberpfeile von Mclaren-Mercedes, in denen Weltmeister Lewis Hamilton und Vorjahressieger Heikki Kovalainen vor "Trainings-Weltmeister" Nico Rosberg im Williams-Toyota auf die Plätze eins und zwei fuhren.

Für Vettel zählt jeder Punkt

"Man muss kein Genie sein um zu erkennen, dass bei einem 21-Punkte-Rückstand ab sofort jedes einzelne Rennen wichtig ist. Wir sind die Jäger. Wir müssen härter arbeiten, um den Rückstand aufzuholen", meinte Vettel, der für das Rennen am Sonntag optimistisch ist: "Wir haben ein konkurrenzfähiges Auto, unabhängig von der Strecke. Wir sollten schnell genug für viele Punkte sein."

Leichte Sorgen macht er sich lediglich darüber, dass er beim Start möglicherweise wieder von einigen Autos überholt werden könnte, die das Energierückgewinnungssystem Kers nutzen - Ferrari und Mclaren-Mercedes. Seine Lösung klingt einfach: "Ich hoffe, dass ich deutlich vor ihnen stehe. Ganz sicher wird der Start für alle Piloten zum Problem, die kein Kers an Bord haben."

Seinen eigenen Start will er zudem wieder besser hinbekommen als noch auf dem Nürburgring, dank Zusatzschichten und kleineren Änderungen an der Elektronik. "Wir werden hoffentlich am Sonntag Fortschritte diesbezüglich sehen", sagte Vettel. Konstant gute Starts hinzubekommen sei aber nicht einfach, da das von vielen Faktoren abhänge.

Button gibt sich bescheiden

Der sechsmalige Saisonsieger Button, der mit 68 Punkten vor Vettel (47) und Webber (45,5) die Gesamtwertung anführt, backt bereits kleinere Brötchen. "Wenn ich auf das Podium fahren könnte, dann wäre ich sehr zufrieden. Zunächst einmal muss ich aber die Red Bull schlagen", sagte der Brite, der weiß: "Wir haben hier keine Ausreden mehr."

Man arbeite hart daran, den Anschluss an Vettel und Webber zu halten und "nicht zu viele Punkte einzubüßen", meinte Button: "Wenn Red Bull schneller ist als wir, dann sind sie einfach schneller als wir. Ich bin allerdings sehr zuversichtlich, dass wir ihnen einen heißen Tanz liefern können." Sein Chef Ross Brawn hat die "Bullen" auf jeden Fall noch auf der WM-Rechnung: "Red Bull ist sehr stark, die könnten die Situation ganz schnell umdrehen."

Rosberg will aufs Treppchen

Rosberg unterdessen würde gerne seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen mit dem ersten Podiumsplatz in dieser Saison krönen. "Platz drei - vor einem Red Bull und einem Brawn", nannte der 24-Jährige als Ziel für den Sonntag.

Aufs Podium, wie bei seinem zweiten Platz im Vorjahr, würde gerne auch Glock mal wieder fahren. "Im letzten Jahr war das Rennen hier der Wendepunkt, ich hoffe, dass das hier wieder so sein wird", meinte der Toyota-Pilot, der wie viele andere Fahrer im Feld oft Probleme mit den Reifen hat. Am Freitag lief es für ihn mit Platz zehn direkt hinter BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) recht ordentlich. Deutsches Schlusslicht war Adrian Sutil (Gräfelfing) im Force-India-Mercedes auf Platz 16.

© SID

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