Motorsport Formel1
"Silberpfeile" träumen vom WM-Titel

Mit der Verabschiedung von Kimi Räikkönen hat bei Mclaren-Mercedes der Blick in die Zukunft begonnen. "Im nächsten Jahr wird es besser", verspricht Teamchef Ron Dennis nach der Verpflichtung von Fernando Alonso.

Die Verabschiedung von Kimi Räikkönen nutzte Dieter Zetsche, um dem Formel-1-Team von Mclaren-Mercedes eine klare Zielvorgabe für 2007 zu geben. "In diesem Jahr hat es nur zu Platz drei gereicht. Ich will nicht unbescheiden sein, wenn ich sage: Zwei Plätze besser im nächsten Jahr, damit wäre ich schon zufrieden", sagte der Vorstandschef von Daimler-Chrysler am Samstag bei der traditionellen Mercedes-Party "Stars and Cars" in Stuttgart.

Die Silberpfeile sollen nach einer Saison ohne Sieg - der ersten für Mclaren seit 1995 - im kommenden Jahr endlich wieder den WM-Titel holen, was letztmals 1999 dem Finnen Mika Häkkinen gelang. Nachdem dessen Landsmann Räikkönen dieses Ziel fünf Jahre lang verfehlte und jetzt als Nachfolger von Michael Schumacher zu Ferrari wechselt, soll Doppel-Weltmeister Fernando Alonso Mclaren-Mercedes wieder auf den selbst auferlegten Kurs bringen.

"Im nächsten Jahr wird es besser", versprach Teamchef Ron Dennis den Fans und auch Zetsche, der klare Vorstellungen hat: "Wir haben zwar dreimal so viele Punkte geholt wie BMW oder Toyota, aber Mercedes muss einfach vorne stehen." Mercedes-Sportchef Norbert Haug möchte Räikkönen, der zum Abschied einen Motocross-Helm mit seinem persönlichen Design erhielt, oft wiedersehen, "am liebsten im Rückspiegel".

Wer neben Alonso, der schon vor fast einem Jahr als Zugang für 2007 verpflichtet wurde, Mclaren-Mercedes wieder an die Spitze bringen soll, ist noch offen. Beste Chancen werden dem Briten Lewis Hamilton eingeräumt. Der 21-Jährige, der seit Jahren von Dennis gefördert wird, gewann in den letzten beiden Jahren souverän die Formel-3-Euroserie und die GP2-Serie und könnte der erste dunkelhäutige Pilot in der Königsklasse werden.

Sein Konkurrent im Kampf um das zweite Cockpit ist der Spanier Pedro de la Rosa, der in dieser Saison nach der Trennung von Juan Pablo Montoya (Kolumbien) vom Test- zum Einsatzfahrer befördert worden war. Die Chancen von Testpilot Gary Paffett (Großbritannien), 2005 noch DTM-Champion, sind eher gering.

© SID

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