Motorsport Formel1
Spionageverdacht jetzt auch gegen Renault

Der Formel 1 droht ein neues Kapitel im Spionageskandal. Der Weltverband FIA ermittelt nun gegen den Rennstall Renault, der zwischen 2006 und 2007 vertrauliche Daten vom Konkurrenten Mclaren-Mercedes besessen haben soll.

Kaum ist die Spionageaffäre in der Formel 1 mit einem drakonischen Urteil gegen Mclaren-Mercedes zu Ende gegangen, droht schon ein neues Kapitel mit einem neuem Hauptdarsteller. Der Automobil-Weltverband FIA hat jetzt auch gegen das Formel-1-Team Renault offiziell eine Untersuchung wegen Spionageverdachts eingeleitet. Am Donnerstag teilte die FIA mit, dass Verantwortliche des Teams zu einer Anhörung vor dem World Motor Sport Council der FIA am 6. Dezember in Monaco geladen wurden. Dort sollen sie sich zu Vorwürfen äußern, zwischen September 2006 und Oktober 2007 im Besitz vertraulicher Daten des Konkurrenten Mclaren-Mercedes gewesen zu sein.

Wegen des gleichen Vergehens, das einen Bruch des Artikels 151c des International Sporting Code der FIA darstellt, waren Mclaren-Mercedes am 13. September in Paris vom World Council alle Konstrukteurspunkte für 2007 aberkannt worden. Zudem wurde das Team mit der Rekord-Geldstrafe von 100 Mill. Dollar verurteilt.

Bei den fraglichen Daten, die ein früherer Mclaren-Mitarbeiter bei seinem Wechsel zu Renault mitgenommen haben soll, handelt es sich laut FIA um Informationen über das Layout und spezifische Abmessungen des Autos sowie um Details über das Benzinsystem, Getriebeabstufungen, die Ölkühlung, das Hydrauliksystem und eine neue Federungskomponente, die 2006 und 2007 von Mclaren-Mercedes verwendet wurde.

© SID

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