Motorsport Formel1
Startverbot für Kubica - Vettel übernimmt

Robert Kubica darf beim Großen Preis der USA am kommenden Sonntag nicht um WM-Punkte kämpfen. Die Ärzte haben dem BMW-Sauber-Piloten Startverbot erteilt. Testfahrer Sebastian Vettel springt für den Polen ein.

Robert Kubica hat lange auf das OK der Ärzte gehofft, muss beim Großen Preis der USA in Indianapolis am kommenden Sonntag aber zuschauen. Die Mediziner des Motorsport-Weltverbandes FIA haben dem BMW-Sauber-Piloten ein Startverbot für das Rennen erteilt. Testfahrer Sebastian Vettel (Heppenheim) vertritt den Polen beim siebten von insgesamt 17 WM-Läufen und gibt damit sein Grand-Prix-Debüt. Die Mediziner hielten bei einer Untersuchung am Donnerstag vier Tage nach dem schweren Unfall in Montreal den 22 Jahre alten Kubica noch nicht wieder für fit genug, ein Rennen zu bestreiten.

Kubica fühlt sich fit

Kubica hatte am vergangenen Sonntag einen Horror-Crash beim Großen Preis von Kanada bis auf ein paar Prellungen unverletzt überstanden. "Ich fühle mit 100-prozentig fit und habe keine Schmerzen", hatte der Pole noch vor der Untersuchung gesagt, der mt einem schnellen Comeback zur Normalität zurückkehren will. "Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich respektiere die Entscheidung", sagte Kubica hinterher. "Wenn ein Arzt, so etwas empfiehlt, dann wird man nicht anders entscheiden", ließ BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen keine Zweifel an der Entscheidung.

BMW Sauber wird jetzt erstmals in der noch jungen Geschichte des Teams mit zwei deutschen Fahrern in ein Formel-1-Rennen gehen, der 19 Jahre alte Vettel hat bisher lediglich als Freitagsfahrer Formel-1-Erfahrung gesammelt. Der junge Hesse erhielt bei BMW den Vorzug vor dem anderen deutschen Testfahrer Timo Glock (Wersau) und war von der Nominierung überrascht: "Ich habe nicht wirklich damit gerechnet. Aber ich freue mich natürlich." Der aktuelle GP2-Spitzenreiter Glock, der jetzt als Ersatzfahrer zur Verfügung steht, und BMW-Sauber-Stammpilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) waren am 24. Oktober 2004 bei Jordan die beiden letzten Deutschen, die gemeinsam für ein Team einen Grand Prix bestritten.

© SID

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