Motorsport Formel1
Strafe für Alonso und Mclaren-Mercedes

Nun hat es Fernando Alonso also doch erwischt: Der Spanier muss beim Großen Preis von Ungarn von Startplatz sechs ins Rennen gehen. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob der Weltmeister straffrei bliebe.

Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso darf beim Großen Preis von Ungarn heute (ab 14.00 Uhr) doch nicht von der Pole Position ins Rennen gehen. Nach mehrstündiger Sitzung entschieden die Rennkommissare, dass dem Spanier die schnellste Zeit im letzten Qualifikations-Durchgang gestrichen wird. Dadurch verliert Alonso seinen Spitzenplatz und muss von Startplatz sechs ins Rennen gehen.

Noch härter wurde Alonsos Arbeitgeber Mclaren-Mercedes bestraft: Das Team bekommt bei dem 11. WM-Lauf keine Punkte für die Konstrukteurswertung. Das entschieden die Rennkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA nach mehrstündigen Beratungen in der Nacht zum Sonntag.

Mclaren-Mercedes legte gegen die Entscheidung umgehend Berufung ein. Nach Aussagen einer FIA-Sprecherin wird diese Verhandlung vor dem Berufungsgericht erst in den nächsten Wochen stattfinden. Es bestehe keine Chance auf einen Protest gegen den Rennausgang in Budapest. Deshalb könne sich der Einspruch nur gegen den Punktabzug in der Konstrukteurswertung richten.

Nach der FIA-Entscheidung geht der zweite Mclaren-Pilot Lewis Hamilton von der Pole Position ins Rennen, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld steht im BMW-Sauber auf Rang zwei. Damit steht er direkt vor Alonso, der von eins auf sechs zurückversetzt wurde.

"Unnötige Behinderung"

Als Grund für die Strafe wurde die "unnötige Behinderung" von Alonso für seinen Teamkollegen Hamilton genannt. Der Spanier hatte seinen letzten Boxenstopp so lange ausgedehnt, bis Hamilton keine schnelle Runde mehr fahren konnte.

Alonso begründete den Vorfall mit Anweisungen seines Teams. Mclaren-Mercedes wurde für schuldig befunden, den "Interessen des Motorsports geschadet zu haben". Deshalb wurde der Punktabzug für den Rennstall ausgesprochen.

Vor der Verkündung der Strafe hatte die FIA mit der offiziellen Bestätigung der Qualifikationsresultate den Anschein erweckt, dass Alonso für seine Park-Aktion keine Konsequenzen fürchten muss.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%