Motorsport Formel1
"Superhirn" Brawn wird Teamchef bei Honda

Wende im "Fall Ross Brawn": Nachdem zuletzt über eine Rückkehr des Briten zu Ferrari spekuliert worden war, wurde Brawn nun als neuer Teamchef bei Honda vorgestellt. Zuletzt hatte das "Formel-1-Superhirn" pausiert.

Der Brite Ross Brawn wird vorerst nicht zu Ferrari zurückkehren, sondern ab dem 26. November Teamchef des Formel-1-Rennstalls Honda. Das gaben die Japaner am Montag offiziell bekannt. Das "Formel-1-Superhirn" hatte sich nach der WM-Saison 2006 und dem Rücktritt des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher eine einjährige Auszeit genommen. Der bisherige Teamchef Nick Fry wird bei Honda künftig als Geschäftsführer fungieren. Brawn tritt sein neues Amt am 26. November in Brackley nahe der Rennstrecke in Silverstone an.

"Für mich ist es eine fantastische neue Aufgabe, dem Team zu helfen und das ganze Potenzial herauszukitzeln", sagte Ross Brawn zu seinem neuen Job. Nach seinem Rückzug aus der "Königsklasse" wurde der Engländer zu einer der begehrtesten Figuren. Auch Red Bull und Toyota hatten um seine Dienste gebuhlt.

Brawn hatte jedoch stets betont, dass für ihn Ferrari die erste Option sei. Doch die beiden Parteien kamen in Gesprächen nicht mehr zusammen. Ross Brawn wollte offenbar nicht als Technischer Direktor zu Ferrari zurückkehren, sondern Teamchef Jean Todt beerben.

Domenicali neuer Teamchef bei Ferrari

Diese Ehre wurde nun Stefano Domenicali zuteil. Der Italiener wurde von Ferrari am Montag offiziell als Todts Nachfolger bei den "Roten" vorgestellt. Todt hatte im September angekündigt, seine Aufgaben im sportlichen Bereich nach einer abgeschlossenen Übergangsphase abzugeben.

Mit dem Gewinn der Fahrer-WM durch den Finnen Kimi Räikkönen und des Konstrukteurs-Titels war für Todt diese Phase offenbar beendet. Wohin es ihn selbst zieht, ist nicht bekannt. Vermutet wird er einen Posten bei der Ferrari-Mutter Fiat übernehmen.

Ross Brawn war als gewiefter Taktiker entscheidend an den Erfolgen von Ferrari in der Ära Michael Schumacher beteiligt. Unter seiner technischen Regie gewann Ferrari 106 WM-Läufe sowie jeweils sechsmal die Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Zudem feierte das Duo Brawn/Schumacher 1995 bei Benetton einmal das Double.

Honda hofft auf Besserung

Für Honda war die vergangene WM-Saison extrem enttäuschend verlaufen. In der Konstrukteurswertung belegte der Rennstall mit nur sechs Punkten den achten Platz unter zehn Teams. Nur zwei Zähler weniger hatte das "B-Team" von Aguri-Honda.

Von den beiden Honda-Fahrern schaffte es nur der Brite Jenson Button in die Punkteränge. Der Brasilianer Rubens Barrichello, früherer Teamkollege von Michael Schumacher bei Ferrari, ging völlig leer aus. "Dieses Auto war eine Katastrophe. Ich habe kein Interesse daran, so einen Wagen noch einmal zu fahren", hatte sich Button jüngst beklagt und mit seinem Abgang gedroht.

© SID

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