Motorsport Formel1
Theissen: keine Entspannung im Regelstreit

Laut BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen ist keine Entspannung im Regelstreit zwischen Formel-1-Teamvereinigung Fota und Automobil-Weltverband FIA in Sicht.

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen sieht im Regelstreit zwischen den Formel-1-Teamvereinigung Fota und dem Automobil-Weltverband FIA keine Entspannung. "Die Situation ist weiterhin sehr kritisch", sagte Theissen in Istanbul: "Nach den letzten Treffen in Monaco war ich der Vorsichtigste. Es gab fast nur sehr positive Äußerungen. Meine Sicht war das nicht, und auf diesem Standpunkt stehe ich weiter."

Dass es nicht mehr allein um die Sache geht, sondern inzwischen auch um den bloßen Machtkampf, wollte Theissen nicht verneinen. "Das spielt sicher eine Rolle. So ganz kann man sich davon nicht lösen", sagte er: "Aber wir sollten es schaffen, eine Lösung zu finden, bei der niemand sein Gesicht verliert."

Fota will sich nicht auf 12. Juni festlegen lassen

Auf den Termin 12. Juni - dann will die FIA die 13 Teams benennen, die im kommenden Jahr in der WM starten dürfen - will sich die Fota nicht festlegen lassen. "Dieser Termin kam nicht von uns", sagte Theissen. Dass bei inzwischen angeblich 22 Teams auch Neulinge den Zuschlag bekommen und dafür einige Fota-Teams rausfallen, hält der BMW-Motorsportchef für "durchaus möglich".

Es sei der Vorschlag von FIA-Chef Max Mosley gewesen, dass sich die Teams unter Bedingungen innerhalb der Frist einschreiben: "Der Begriff conditional entry kam von Mosley." Die genauen Bedingungen mit den Forderungen der Anwendung des Reglements von 2009 und der Einführung der Budgetobergrenze im Rahmen eines Stufenplans lägen auf dem Tisch. Nun sei es an der FIA, sich zu bewegen.

Derweil bestritt Theissen auch, dass Ferrari und Toyota stets die radikalsten Vertreter der Opposition gewesen seien. "Ich kann nicht sagen, dass dies durchgängig die Teams mit den extremsten Positionen waren", sagte er. Dass sich in der Öffentlichkeit aber stets die Scuderia oder Toyota-Teampräsident John Howett geäußert hätten, liege eben daran, "dass wir im vergangenen Jahr einen Präsident und einen Vize gewählt haben". Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo steht der Fota vor, Howett ist sein Co.

© SID

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