Motorsport Formel1
Todt erhält Unterstützung von Schumacher

Der Franzose Jean Todt erhält bei seiner Kandidatur für den Posten des FIA-Präsidenten Unterstützung von seinem ehemaligen Ferrari-Fahrer Michael Schumacher.

Auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher unterstützt die Kandidatur seines Freundes Jean Todt um den Posten des Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA. Seit ihrer gemeinsamen Zeit bei Ferrari, als Schumacher unter Führung von Todt fünf seiner sieben WM-Titel gewann, ist der Franzose für ihn ein "echter Freund", sagte Schumacher in seiner daher nicht unerwarteten Aussage über den früheren Ferrari-Generaldirektor.

"Jeans Fähigkeiten stehen außer Frage. Als er 1993 zu Ferrari kam, hat er ein Team wiederbelebt, das nicht sein volles Potenzial abgerufen hatte. Nicht nur Jean hatte dieses Potenzial gesehen, aber er hat es durch Führungsqualität, Loyalität, Engagement und Teamwork geschafft, es abzurufen", sagte Schumacher: "Das charakterisiert ihn, und ich bin sicher, falls er eine neue Rolle als nächster FIA-Präsident antritt, wird er das in gleicher Weise umsetzen, zum Wohle des gesamten Sports."

Breite Unterstützung für Todt

Todt erhält bei seiner Kandidatur um die Nachfolge des scheidenden Max Mosley auch Unterstützung von weiteren ehemaligen Formel-1-Größen wie dem viermaligen Weltmeister Alain Prost oder Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone. Sein Gegenkandidat ist der Finne Ari Vatanen. Der ehemalige Rallye-Weltmeister und Mitglied des Europaparlamentes hat dagegen den Rückhalt mitgliederstarker Automobilverbände wie des Adac oder des AAA aus den USA. Adac-Sportpräsident Hermann Tomczyk (Rosenheim) würde im Falle der Wahl von Vatanen als erster Vize-Präsident Sport zur Verfügung stehen. Während Todt wohl für eine Fortsetzung des umstrittenen Führungsstils des scheidenden Mosley steht, setzt sich Vatanen für eine umfangreiche Erneuerung der FIA und ihrer Strukturen ein.

Insgesamt gehören der FIA zurzeit 221 Automobil- und Motorsport-Klubs aus 132 Ländern an. Den Präsidenten wählt die Generalversammlung am 23. Oktober. In dieser Versammlung sind alle Mitgliederklubs vertreten, allerdings nicht alle stimmberechtigt. Einige haben lediglich den Status eines assoziierten Mitglieds ohne Stimmrecht.

Verbände, die mit Zahlungen im Rückstand sind, dürfen ebenfalls nicht abstimmen. Zudem müssen sich teilweise mehrere Verbände aus dem gleichen Land auf eine gemeinsame Stimme verständigen. So gab es beispielsweise am 3. Juni 2008 bei der Vertrauensfrage gegen Mosley 168 stimmberechtigte Delegierte.

© SID

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