Motorsport Formel1
Todt von "Schumi"-Verbleib überzeugt

Formel-1-Pilot Michael Schumacher soll offenbar auch in Zukunft für Rennstall Ferrari auf Titeljagd gehen. "Michael Schumacher wird Ferrari nie mehr verlassen", ist sich Teamchef Jean Todt bereits sicher.

Ferrari-Boss Luca di Montezemelo und Teamchef Jean Todt glauben fest an einen Verbleib ihres Schützlings Michael Schumacher. Während di Montezemolo auf eine schnelle Einigung mit dem Kerpener spekuliert, rechnet Todt bereits fest mit einem Verbleib des 37-Jährigen. "Michael Schumacher wird Ferrari nie mehr verlassen. So lange er in der Formel 1 ist, fährt er auch bei Ferrari. Michael gehört zu Ferrari - und Ferrari gehört zu ihm", sagte der Franzose vor dem "Heimspiel" in Imola der Bild am Sonntag. Die Gerüchte über einen Wechsel zum Rivalen Renault bezeichnete er als "Unsinn", weil es dazu nie kommen werde: "Da kann Briatore ihn dreimal fragen."

"Es gibt keine Fristen"

Todt betonte, dass Schumacher "alle Zeit der Welt" habe, was seine Entscheidung angeht: "Es gibt keine Fristen. Wir reden hier über Michael Schumacher. Wenn Ferrari ihm nicht alle Freiheiten einräumt, wem dann? Sobald er zu mir kommt, einigen wir uns."

Die Abwicklung des Deals würde seiner Ansicht nach nur "fünf Minuten" dauern - selbst im Beisein von "Mister 20 Prozent" Willi Weber. Der Schumacher-Manager soll angeblich schon Einigung über einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag erzielt haben, der Schumacher 80 Mill. Euro Gage einbringt. Mit einer Bekanntgabe wird beim nächsten Rennen am 7. Mai auf dem Nürburgring gerechnet.

Di Montezemelo hofft auf "Schumis" Verbleib

Das ließ auch di Montezemolo in Imola durchklingen, der "in den nächsten Wochen" eine Entscheidung Schumachers erwartet. "Ich denke, dass Michael nicht mehr so lange damit warten wird." Der Italiener selbst hofft, dass Schumacher ("Ich gehe davon aus, dass ich bei den "Roten" bleibe") weiterfährt, er will den 37-Jährigen jedoch nicht unter Druck setzen: "Wenn Michael bei uns weitermacht, dann freuen wir uns natürlich sehr. Falls er aber aufhören sollte, wären wir traurig, würden seine Entscheidung aber akzeptieren."

Für die Tifosi wären Michael Schumacher und Kimi Räikkönen das Traumpaar für das Ferrari-Cockpit in der Formel-1-Saison 2007. 46,3 Prozent stimmten in einer Umfrage der Zeitung Gazzetta dello Sport für diese Kombination. Gerüchten zufolge soll der Finne schon vor Wochen bei den "Roten" unterschrieben haben. Und die italienische Zeitung La Repubblica nannte konkrete Zahlen: Räikkönen soll für einen Dreijahresvertrag bei Ferrari bis Ende 2009 insgesamt 28 Mill. Euro pro Saison kassieren.

"Michael ist einer der größten Kämpfer"

Würde sich Schumacher im Herbst seiner Karriere aber einen so schnellen Teamkollegen wie Räikkönen überhaupt antun? Für Todt wäre das kein Problem. "Michael hat längst bewiesen, dass er - wenn er ein gutes Auto hat - sich vor niemandem fürchten muss", sagt der Franzose: "Er hat sie doch alle geschlagen: seine Teamkollegen, seine Jäger - alle. Er hat bestimmt keine Angst. Michael ist einer der größten Kämpfer, die ich je in der Formel 1 gesehen habe."

Di Montezemolo dementierte jedoch eine Einigung mit Räikkönen, dessen Vertrag bei Mclaren-Mercedes zum Ende dieser Saison ausläuft. "Bis jetzt ist noch nichts entschieden. Ich habe bislang nicht mit Kimi gesprochen", versicherte der Ferrari-Chef, lobte den "Iceman" aber in den höchsten Tönen: "Er ist einer der drei besten Fahrer." Außerdem sei es die Politik der Scuderia, "zwei starke Piloten zu haben". Todt räumte aber ein, dass die "Roten" sich nach einem möglichen Nachfolger für Schumacher umschauen: "Wir haben die Pflicht, gewappnet zu sein."

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hat den Kampf um Räikkönen aber noch nicht aufgegeben. "Kimi versichert, dass es keine Vereinbarung mit Ferrari gibt. Das sagt er mir auch ins Gesicht. Ich kann nicht davon ausgehen, dass mein Fahrer mich anlügt", meinte der Schwabe, der den wortkargen Finnen "unbedingt halten möchte". Dann säßen 2007 im amtierenden Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) und Räikkönen laut Haug "zwei super-spezielle Fahrer" im Silberpfeil.

© SID

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