Motorsport Formel1
Vettel-Festspiele auf dem Nürburgring

Shootingstar Sebastian Vettel hofft bei seinem Heimspiel auf dem Nürburgring auf wichtige WM-Punkte. Neben Vettel sind noch vier weitere Deutsche bei dem "speziellen Rennen" dabei.

Vettel hier, Vettel da - nur beim Gruppenbild der fünf deutschen Formel-1-Piloten vor dem Heimspiel auf dem Nürburgring stand der Shootingstar einmal nicht im Mittelpunkt, sondern ganz am Rand. Ansonsten zieht Sebastian Vettel vor dem Großen Preis von Deutschland (Sonntag, 14.00 Uhr/live bei RTL und Sky) alle Aufmerksamkeit der Medien und der Fans auf sich.

Doch Allüren sind dem 22 Jahre alten Red-Bull-Piloten fremd. "Ich sehe mich nicht als Star", sagte Vettel bei der offiziellen Pressekonferenz, bei der er gemeinsam mit Nico Rosberg, Timo Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil auf dem Podium saß und sich ganz als einer von ihnen fühlte: "Es ist sehr schön, zum Nürburgring zu kommen. Das ist ein spezielles Rennen, aber für jeden von uns fünf deutschen Fahrern ist das so."

Der Heppenheimer ist der erste deutsche Formel-1-Pilot seit Michael Schumacher 2006, der mit einem Sieg im Gepäck in die Eifel kommt, nachdem er zuletzt in Silverstone triumphiert hatte. Diesem Erfolg würde er gerne einen Heimsieg folgen lassen, "auch wenn das nur zehn WM-Punkte bringt wie in England oder Australien. Aber natürlich wäre es schön, das Heimrennen zu gewinnen."

"Man muss alles ausblenden"

Als Schlüssel zum Erfolg sieht er neben einem schnellen Auto die nötige Konzentration aufs Rennen. "Natürlich geben einem die Fans vielleicht einen Extra-Schub. Aber am Ende muss man alles um sich herum ausblenden und sich darauf konzentrieren, worauf es ankommt", sagte Vettel.

Vor dem 9. von 17 WM-Läufen liegt der Red-Bull-Pilot 25 Zähler hinter WM-Spitzenreiter Jenson Button aus Großbritannien (Brawn/61) zurück: "Es wird ein enger Kampf bis zum Saisonende. Natürlich ist Jenson in der besseren Position, aber wir versuchen alles. Wir wollen gewinnen, das ist unser Ziel."

Nach der Triumphfahrt von Silverstone, als er und Teamkollege Mark Webber (Australien) einen Doppelsieg feierten und Button mit Mühe Platz sechs erreichte, weiß Vettel aber auch, dass sich die Kräfteverhältnisse schnell wieder ändern können. "Wer auch immer ein gutes Update für sein Auto mitbringt, das funktioniert, kann einen Sprung nach vorne machen", meinte er. Sein Red-Bull-Team bringe nur ein paar neue Kleinigkeiten mit zum Ring, nachdem das große Update in England "so gut funktioniert hatte".

Temperaturen in der Eifel sprechen für Vettel

In die Karten spielen könnten Vettel die eher niedrigen Temperaturen in der Eifel, bei denen sein Bolide die sensiblen Reifen besser zum Arbeiten bringt als die Konkurrenten. Verlassen auf das Wetter in der Eifel will sich der Hesse aber nicht, und schon gar nicht auf Wettervorhersagen. "Das Beste hier ist, man schaut morgens nach dem Aufstehen aus dem Fenster", meinte er.

Die Ziele seiner deutschen Kollegen sind nicht so hoch gesteckt. Kampf um einen Platz unter den besten Fünf, vielleicht die Hoffnung aufs Podium, so lautet die Marschrichtung für Williams-Fahrer Rosberg (Wiesbaden) und Toyota-Pilot Glock (Wersau), die in der WM-Wertung zurzeit die Plätze sieben und acht belegen. Heidfeld wäre froh, wenn er um Punkte kämpfen könnte. "Das wäre schön. Red Bull oder Brawn können wir sicher nicht fordern", sagte der Mönchengladbacher. Für Force-India-Pilot Sutil (Gräfelfing) sind die ersten Punkte der Saison ebenfalls das Ziel.

© SID

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