Motorsport Formel1
Vettel „Herrscher von Suzuka“, Button verhöhnt

Der deutsche Formel-1-Star Sebastian Vettel hat mit seinem Start-Ziel-Sieg in Suzuka den Kampf um die Formel-1-WM wieder spannend gemacht. In den Fokus der internationalen Gazetten geriet jedoch der WM-Führende Jenson Button (Brawn), der mit seinem enttäuschenden achten Platz die Konkurrenz wieder stark gemacht hat.

England

The Guardian: "Was für ein unglücklicher Zufall, dass das Siegerpodest in Suzuka ausgerechnet über der Box von Brawn aufgebaut war. Dass der Champagner auf sie herunterregnete, war für Ross Brawn und sein Team Erinnerung genug, dass der Sieg von Sebastian Vettel und Red Bull die Formel 1 weiter offen hält."

Daily Star: "Jenson Button kam nach Japan, um sich zum Champion krönen zu lassen - darauf muss er weiter warten. Er reiste mit nur einem Punkt wieder ab, konnte sich darüber aber - nach einem kontroversen Wochenende - trotzdem freuen."

Daily Mirror: "Jenson Button ist eine rasende Unsicherheit. Er wackelt schon wieder, und die Konkurrenz schließt auf. Was mal wie ein souveräner Siegeszug aussah, ist längst zu einem zähen Kriechen über die Ziellinie geworden. Nur ein einziges Mal in diesem Jahr schloss er ein Rennen schlechter ab. Buttons Probleme haben sich multipliziert, da Sebastian Vettel zurück im Titelkampf ist."

The Sun: "Button verspricht: Ich werde es nicht wie Hamilton vermasseln. Sein britischer Konkurrent hatte 2007, zwei Rennen vor Schluss, einen 17-Punkte-Vorsprung vor Ferrari-Star Kimi Raikkönen und verpasste den WM-Titel letztlich um einen Punkt. Button weiß, dass sein furioser Saisonstart, als er sechs von sieben Rennen gewann, am Ende entscheidend sein könnte."

The Times: "Eigentlich war für dieses Saisonfinale vorgesehen, dass die beiden Brawn-Piloten Jenson Button und Rubens Barrichello den Titel unter sich ausmachen. Beide stolpern aber umher wie zwei alte Männer mit verbundenen Augen, die die Ziellinie nicht finden. Deshalb ließ ein junger Mann die Party platzen, der eisernen Willen, eine gute Sehfähigkeit und ein Auto besitzt, das so heiß ist, wie das Brawn-Auto zu Beginn der Saison war."

Daily Telegraph: "Jetzt will Jenson Button erneut die brasilianischen Herzen brechen. Das Titelrennen zieht weiter nach Brasilien, diesem vor Patriotismus kochenden Topf namens Interlagos, wo Lewis Hamilton im vergangenen Jahr in einem der dramatischsten Endspurts der Formel-1-Geschichte den WM-Titel holte."

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