Motorsport Formel1
Vettel im freien Training von Monza mit Bestzeit

Sebastian Vettel ist beim ersten freien Training in Monza die schnellste Runde gefahren. Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa belegten Rang zwei und drei.

Schneller als erwartet hat sich Sebastian Vettel nach der Nullnummer von Spa zurückgemeldet. Im freien Training zum Großen Preis von Italien in Monza fuhr der Vize-Weltmeister am Freitag überraschend zur Bestzeit, obwohl der Hochgeschwindigkeitskurs mit den langen Geraden Vettels Red-Bull-Renault eigentlich nicht so liegen sollte. Dennoch war der 23-Jährige zur großen Enttäuschung der Tifosi auf den Tribünen 76 Tausendstelsekunden schneller als Ferrari-Pilot Fernando Alonso. Felipe Massa landete im zweiten Ferrari beim Heimspiel der Scuderia auf Rang drei.

"Es ist gut gelaufen"

"Es ist gut gelaufen. Auf jeden Fall besser als im letzten Jahr, vielleicht sogar etwas besser, als wir erwartet haben", sagte Vettel, der 2008 in Monza seinen ersten GP-Sieg gefeiert hatte - damals noch für das Hinterbänkler-Team Toro Rosso. Im vorigen Jahr hatte er im Red Bull lediglich Platz acht belegt.

Allerdings wollte Vettel das Resultat nicht überbewerten. "Man muss abwarten, es ist erst Freitag. Mclaren und Ferrari werden auf jeden Fall stark sein", sagte er. Sollte Vettel am Sonntag im Rennen entgegen allgemeiner Erwartung seinen Rückstand auf die WM-Spitze sogar verkürzen, hätte er wieder gute Chancen auf den Titel, da die letzten fünf Strecken in Singapur, Japan, Südkorea, Brasilien und Abu Dhabi dem "Kurvenwunder" von Red Bull deutlich besser liegen dürften als der Konkurrenz.

Lewis Hamilton nur auf Rang vier

Erst auf Rang vier folgte der in Monza eigentlich hoch eingeschätzte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mclaren-Mercedes. Vettels in der Gesamtwertung auf Rang zwei liegender Teamkollege Mark Webber belegte Platz sechs, musste sein Auto allerdings wegen eines technischen Problems vorzeitig am Streckenrand abstellen.

Williams-Pilot Nico Hülkenberg war zweitbester Deutscher auf Rang neun, direkt hinter ihm landeten Nico Rosberg im Mercedes und Adrian Sutil im Force-India-Mercedes. Rekordweltmeister Michael Schumacher belegte im zweiten Mercedes-Silberpfeil Rang 14. Deutsches Schlusslicht war Timo Glock im Virgin auf Platz 23.

Vor dem 14. von 19 WM-Läufen am Sonntag (14.00 Uhr/live bei RTL und Sky) liegt Hamilton in der Gesamtwertung mit 182 Punkten vor Webber (179) und Vettel (151). Button (147) und Alonso (141) folgen auf den Plätzen vier und fünf. Rosberg ist Achter (102), Sutil (45) und Schumacher (44) belegen die Plätze neun und zehn.

Schumacher genießt Trubel in Monza

Schumacher genießt die Rückkehr nach Monza dennoch. "Dieser Ort ist sicherlich mit vielen Emotionen und schönen Momenten verbunden, die wir hier während der Ferrari-Zeit gemeinsam erlebt haben", sagte der Mercedes-Pilot: "Das merkt man auch, wenn man zur Strecke kommt und auf die Tifosi trifft. Die haben ihren 'Michele' nicht vergessen. Das freut mich natürlich."

Fünfmal siegte Schumacher in Monza für Ferrari, zuletzt 2006, bevor er unmittelbar nach dem Rennen seinen Rücktritt zum Saisonende verkündete. "Wir hatten in Monza einige tolle Rennen. 2006 konnte ich meinen Abschied mit einem Sieg feiern und genießen. Das sind Erinnerungen, die natürlich auch hängengeblieben sind", sagte Schumacher.

Unterdessen hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone in den Diskussionen um die Teamorder von Ferrari in Hockenheim und deren Bestrafung mit 100 000 Dollar die Abschaffung des Teamorder-Verbots gefordert. "Diese Regel ist doch völlig verrückt - überhaupt nicht zu kontrollieren", sagte der 79 Jahre alte Brite im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Focus: "Was ist denn überhaupt eine Teamorder? Etwas, das vielleicht eine halbe Stunde vor dem Rennen stattgefunden hat? Oder einen Monat vor dem Rennen? Oder wenn die Verträge unterschrieben werden? Alles völliger Blödsinn. Wenn man jemanden zum Reifenwechsel reinholt - und plötzlich ein Sekündchen dabei länger braucht? In meinen Augen ist das alles Teamstrategie, die erlaubt sein sollte. Ich empfehle der FIA, diese Regel zurückzunehmen."

© SID

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