Motorsport Formel1
"Vettel ist unbesiegbar und überwältigend"

Mit dem überzeugenden Sieg beim Großen Preis von Japan hat Sebastian Vettel im WM-Kampf der Formel 1 Boden gut gemacht. Die internationale Presse huldigt ihn und sein Team.

Sebastian Vettel hat in Japan den Wetterkapriolen getrotzt und einen überzeugenden Sieg eingefahren. Lohn für die Strapazen ist die Verkürzung des Rückstands in der WM-Gesamtwertung auf 14 Zähler und die Huldigung in der internationalen Presse.

Italien:

Gazzetta dello Sport: "Red Bull ist überwältigend, doch Alonso bleibt im Rennen. Vettel ist unbesiegbar auf einer der schwierigsten Strecken überhaupt. Sein Talent verbindet sich mit den exzellenten Leistungen von Red Bull. Vettel wollte wieder ins Titelrennen zurückkehren, und er hat es auf überwältigende Art und Weise geschafft. Er kann auf ein Team zurückgreifen, das ihn stark unterstützt. Er hätte allerbeste Chancen auf den Titel, wenn vor ihm nicht ein Pilot wäre, der dasselbe Auto fährt."

Corriere dello Sport: "Vettel siegt wieder und kehrt ins Rennen um den WM-Titel zurück. Das ganze Red Bull-Team, angefangen bei Dietrich Mateschitz, ist verrückt nach dem jungen Deutschen, dem geklonten Michael Schumacher. Das Gentleman's Agreement zwischen den Red-Bull-Piloten zeigt positive Auswirkungen. Alonso kämpft weiter um den Titel."

Tuttosport: "Red Bull feiert einen Doppelsieg. Vettel ist wieder im Rennen um den WM-Titel und hat bessere Erfolgschancen als Webber. Red Bull wird die interne Rivalität meistern müssen, was alles andere als einfach sein wird. Alonsos Leistung ist nicht auf dem Niveau von Monza und Singapur, er beweist aber Reife und Weisheit."

Corriere della Sera: "Die Neuigkeit im Hause Red Bull ist, dass die beiden Piloten nicht gegeneinander kämpfen. Vettel beherrscht die Rennbahn der Meister in Japan mit der Natürlichkeit seiner besten Tage."

Repubblica: "In sieben Stunden hat Vettel seine Ausgangsposition geändert. Pole Position und Sieg am selben Tag, das ist eine Sache für Phänomene. Er zeigt sein ganzes Talent, wie in Japan 2004. Das ist eine Rennbahn, die ihm liegt, wie er bereits im vergangenen Jahr bewiesen hat. Vettel siegt nach drei Monaten voller Pleiten und Pannen. Er ist tadellos vom ersten bis zum letzten Kilometer."

England:

The Sun: "Hamilton Horror. Die Titelhoffnungen von Lewis Hamilton und Jenson Button liegen nach dem Schock von Japan zerfetzt am Boden. Hamilton gab bereits zu, dass er nach dem schlimmsten Formel-1-Wochenende seiner Karriere jedes der verbliebenen drei Rennen gewinnen und darauf hoffen muss, dass seine Rivalen nicht ins Ziel kommen."

The Times: "Der Schmerz war ähnlich quälend wie das taube Ohr, das ihn das ganze Wochenende über begleitet hatte: Lewis Hamilton wollte einfach nur, dass es vorbei ist. Antibiotika werden das Problem mit dem Ohr sicher lösen, aber er dürfte sich fragen, wie er den Schmerz darüber abstellt, dass sein Plan, noch einmal Weltmeister in der Formel 1 zu werden, auf der Intensivstation gelandet ist. Der Doppelsieg von Red Bull hat die Ansprüche von Mclaren auf den Titel quasi beendet. Viele im Lager von Mclaren setzten zwar noch ein tapferes Lächeln auf, aber jeder wusste, dass es eigentlich vorbei ist."

Daily Mail: "Am Ende der Straße angekommen? Die Titelhoffnungen von Hamilton und Button werden von Red Bull weggeblasen. Okay, wir hatten eine wirklich gute Phase: zwei Weltmeister in zwei Jahren. Die Gegenwart sieht allerdings finster aus. Wir spielen mal wieder die tapferen Briten. Die Geschichte kennen wir alle zur Genüge. Alles gegeben, aber nichts gewonnen. Wir gehen mit leeren Händen nach Hause. Viel Glück für die Zukunft. Vielleicht im nächsten Jahr."

Daily Telegraph: "Lewis Hamilton und Jenson Button verlieren an Boden. Lewis Hamilton hat oft betont, wie sehr es ihm in Japan gefällt - die Küche, die Kultur, die Fans. Jenson Button beschrieb das Land in dieser Woche in Anspielung auf seine Freundin Jessica Michibata als sein "zweites Zuhause". Aber man könnte verstehen, wenn sie beide derzeit dem Land der aufgehenden Sonne lieber eine Zeit lang "Sayonara" sagen wollen. Ein erbärmliches Wochenende endete für Mclarens "Dream Team" mit dem Ergebnis, dass beide ihre Titelchancen nicht mehr selbst in den Händen haben."

Daily Mirror: "Die Blase ist geplatzt! Lewis Hamilton hat wegen seiner Ohrenschmerzen vielleicht schon vorher geahnt, was für ein Berg an Problemen ihn an jenem höllischen Wochenende erwarten würde. Noch dazu stieg Mark Webber für die Fahrerparade vor dem Rennen in einen Rolls Royce Corniche. Genauso Sebastian Vettel. Fernando Alonso bekam einen Ferrari, Michael Schumacher einen offenen Mercedes Oldtimer. Hamiltons Fahrzeug war ein Bubble Car auf drei Rädern. Er nahm die Runde vor 98 000 Zuschauern mit derselben Würde hin wie die Tracht Prügel, die er später im Rennwagen erhielt."

Guardian: "Man kann mit Sicherheit behaupten, dass nur noch drei Fahrer im Titelrennen sind: Webber, Vettel und Alonso. Red Bull ist das Team der Stunde, aber Webber wird nervös über seine Schulter blicken. Jetzt, da Vettel endlich seine Form gefunden hat."

© SID

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