Motorsport Formel1
Vettel Schnellster in Trainingsnacht von Singapur

Im Training zum Grand Prix von Singapur war Sebastian Vettel am Freitag der Schnellste. Vorjahressieger Fernando Alonso fuhr die zweitschnellste Zeit, Nick Heidfeld wurde Vierter.

Sebastian Vettel holt die Bestzeit, und Renault fährt schon wieder vor die Wand: Red-Bull-Pilot Vettel verwies im freien Training in Singapur Vorjahressieger Fernando Alonso im Renault auf den zweiten Platz.

Für die Szene des Tages sorgte Renault-Pilot Romain Grosjean, der den inszenierten Skandal-Unfall seines Vorgängers Nelson Piquet junior aus dem Vorjahr fast perfekt kopierte. Der Franzose, der pikanterweise wie damals Piquet vom inzwischen lebenslang gesperrten Ex-Teamchef Flavio Briatore betreut wurde, drehte sich im ersten freien Training ebenfalls in Kurve 17, krachte in die Begrenzungsmauer und sorgte damit für eine zwölfminütige Unterbrechung des Trainings.

Wichtiger als die Bestzeit war für Vettel der Vorsprung von fast sieben Zehntelsekunden auf seinen Titelrivalen Jenson Button. Der WM-Spitzenreiter, der vor dem 14. von 17 WM-Läufen am Sonntag (14.00 Uhr Mesz/live bei RTL und Sky) mit 80 Punkten 26 Zähler Vorsprung auf Vettel (54) hat, kam im Brawn-Mercedes nur auf den fünften Platz. Der Brite lag noch hinter dem auf Rang vier überraschend schnellen Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber. Der WM-Zweite Rubens Barrichello (Brasilien/66) im zweiten Brawn musste sich sogar mit Position elf zufrieden geben.

"Noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht"

"Es hat viel Spaß gemacht, wieder mehr fahren zu dürfen. Wir haben mit dem Auto noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Die guten Zahlen aus dem Computer hat der Popometer jetzt bestätigt", meinte Vettel, der diesmal nicht übermäßig an Trainingsrunden sparen musste, um seine Motoren zu schonen. "Auf Strecken wie hier und Suzuka braucht man etwas Zeit und Praxis, um in den Rhythmus zu kommen. Das sind keine einfachen Strecken und man muss fahren", sagte der 22-Jährige.

Während nach dem Unfall von Renault-Pilot Grosjean im Pressezentrum Gelächter und Applaus aufbrandeten, liefen von der Tribüne an der Unfallstelle alle Zuschauer nach unten zum Zaun, um die skurrile Szene zu fotografieren. Renaults neuer Teamchef Bob Bell machte am Kommandostand ein bedröppeltes Gesicht, während sich der an einer Magenverstimmung leidende Grosjean über Funk mit den gleichen Worten entschuldigte wie vor Jahresfrist Piquet: "Tut mir leid, Jungs."

Der Brasilianer hatte damals nach Absprache mit Briatore und Chefingenieur Pat Symonds den Unfall in Runde 14 des Rennens absichtlich herbeigeführt. Von der nötigen Safety-Car-Phase profitierte Teamkollege Fernando Alonso, der als einziger Fahrer vorher schon getankt hatte und am Ende das Rennen gewann.

Auch Rosberg und Glock in den Top 10

Neben Vettel und Heidfeld zeigten auch Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota und Timo Glock (Wersau) im Toyota gute Leistungen und schafften als Siebter und Achter den Sprung in die Top 10. Deutsches Schlusslicht war Adrian Sutil (Gräfelfing) im Force-India-Mercedes auf Platz 12.

Heidfeld, dessen Team trotz des BMW-Ausstiegs zum Saisonende ein runderneuertes Auto nach Singapur gebracht hat, war zufrieden: "Im ersten Teil hatte ich noch Probleme mit dem Getriebe, am Abend lief es dann wesentlich besser. Das Auto fühlt sich gut an."

© SID

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