Motorsport Formel1
Vettel Trainingsschnellster vor Schumacher

Michael Schumacher zeigte sich im Freien Training zum Großen Preis von Italien in Monza unbeeindruckt von dem Wirbel um seine Person und fuhr im Ferrari die zweitschnellste Zeit hinter BMW-Testfahrer Sebastian Vettel.

Ferrari-Pilot Michael Schumacher hat sich am ersten Trainingstag in Monza äußerst konzentriert präsentiert. Mit Platz zwei hinter BMW-Testfahrer Sebastian Vettel zeigte sich "Schumi" völlig unbeeindruckt von allen Rücktritts-Spekulationen und fuhr in 1:23,138 Minuten eine Klassezeit. Sebastian Vettel (Heppenheim) lag in der Kombination beider Trainingsstunden wie schon bei seinem Debüt in Istanbul vorn. Die Chancen auf den achten WM-Titel zum Ausklang seiner Karriere scheinen gestiegen, denn Erzrivale Fernando Alonso landete 1,4 Sekunden zurück nur auf Platz zehn.

"Ich bin nicht überrascht, dass wir so weit vorn sind. Unsere Chancen auf beide WM-Titel sind intakt. Die Devise heißt Angriff", meinte Schumacher zufrieden. Er plauderte mit dem brasilianischen Fußball-Weltstar Kaka, wich aber allen Fragen über seine Zukunft aus: "Am Sonntag nach dem Rennen werden es alle erfahren. Das ist der Stand." Alle Experten rechnen am "Schumi-Day" mit einem Rücktritt, auch wenn auf einem riesigen roten Plakat an der Zielgerade fast beschwörerisch "Schumi + Ferrari = ewige Liebe", stand.

Vettel bestätigt Klasse

In Monza jubelten alle begeistert, als Schumacher in 1:23,138 Minuten die zweitbeste Zeit direkt vor seinem Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa auf den 45 Grad heißen Asphalt zauberte. Schneller war wie schon bei seiner spektakulären Bestzeit beim Formel-1-Debüt in Istanbul nur der 19 Jahre alte Vettel im BMW-Sauber in 1:22,631. "Die Leistung von Sebastian überrascht mich nicht. Er hat seine Klasse bestätigt", lobte Schumacher.

Vettel selbst war überglücklich: "Die Bestzeit vor ´Schumi´ ist super, aber Priorität haben die Informationen fürs Team. Das Auto ist fantastisch, das ist pure Freude am Fahren." Und der grandiose Auftritt hat seine Chancen auf ein festes Testfahrer-Cockpit weiter gesteigert, auch wenn Vettel in der Boxengasse geblitzt wurde und 3 500 Dollar Strafe zahlen muss.

Alonso im Mittelfeld

Nick Heidfeld (Mönchengladbach/1:24,330) wurde im BMW-Sauber Neunter, Nico Rosberg (Wiesbaden/1:25,040) im Williams als 13. und Ralf Schumacher (Kerpen/1:25,316) im Toyota auf Rang 17 landeten nur im Mittelfeld. Ebenso Weltmeister Fernando Alonso, der die WM mit zwölf Punkte vor Schumacher anführt.

"Monza ist der Heim-Grand-Prix von Ferrari. Es wird schwierig, sie hier zu schlagen", meinte Alonso: "Ich glaube nicht, dass die anstehende Entscheidung Michael bei der Titeljagd behindert."

© SID

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