Motorsport Formel1
Vorteil Alonso - Schumacher in Monza unter Druck

Das Duell geht weiter. Beim Großen Preis von Italien in Monza am kommenden Sonntag kämpfen Michael Schumacher und Fernando Alonso um die nächsten Zähler für den WM-Titel. Der Kerpener muss punkten, Alonso kann abwarten.

Die Formel 1 geht in die heiße Saisonphase. Beim viertletzten Rennen am kommenden Sonntag kämpft Michael Schumacher um seine wohl letzt Chance auf den achten WM-Titel. Der Große Preis von Italien in Monza (14 Uhr/live bei RTL und Premiere) gibt aber nicht nur Aufschluss über die Vergabe des Titels, sondern auch über Schumachers Zukunft. Nach dem Rennen will der Kerpener mitteilen, ob er seine einzigartige Karriere beendet oder weitermacht.

"Auf dem legendären Kurs in Monza sind immer wieder bedeutsame Dinge passiert. Ich reise mit einem ganz besonderen Gefühl an", berichtete der 37-Jährige vor dem Ferrari-Heimspiel . Der Showdown begann für "Schumi" bereits am Mittwochabend mit einem Fußball-Benefizspiel im Brianteo-Stadion.

Schumacher hält dicht

Die "Endstation Monza" könnte das Finale der am 25. August 1991 in Spa/Belgien gestarteten größten Formel-1-Karriere der Geschichte einläuten. Doch Schumacher will sämtliche Rücktrittsgerüchte nicht bestätigen und nährt damit Vermutungen über eine Fortsetzung seiner Karriere um mindestens ein Jahr. "Die Verkündung von Ferrari wird nach dem Rennen am Sonntag erfolgen, damit wir uns bestmöglich auf die Titeljagd konzentrieren können", meint der Kerpener, dem eine längere Bedenkzeit von seinem Arbeitgeber trotz aller Verdienste verweigert wurde.

Schumacher hat längst noch nicht mit "meiner großen sportlichen Liebe Formel 1" abgeschlossen, und mit dem Titelduell gegen den vier Rennen vor Schluss mit zwölf Punkten Vorsprung führenden Weltmeister Fernando Alonso sowieso nicht. "Die Taktik lautet Attacke. Ich sehe gute Chancen, die WM zu drehen, wir haben allen Grund, von beiden Titeln zu träumen", sagt der Dauer-Optimist. Der Test von mehr als 20 neuen Wunder-Reifenmischungen in der vergangenen Woche in Monza verlief sehr erfolgversprechend, Teamkollege Felipe Massa setzte im direkten Duell gegen den Erzrivalen Renault die Bestzeit.

Massa will Schumacher helfen

Ganz im Gegensatz zum Pannenrennen von Istanbul wird der kleine Brasilianer dem Deutschen aber auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht in die Quere kommen. "Ich möchte keine Rennen gewinnen, ich möchte Michael und Ferrari helfen, den Titel zu gewinnen", stellt Massa klar. Schumacher müsste im "Königlichen Park" von Monza vor 100 000 Tifosi zum fünften Mal in seiner Karriere gewinnen, um vielleicht doch noch an Alonsos Thron zu rütteln.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo höchstpersönlich ordnete vor dem Rennen an, dass "alle für Michael und dessen achten Titel arbeiten". Am Sonntagabend will sich der Boss dann dazu äußern, ob Schumacher nochmal einen 40-Millionen-Euro-Vertrag erhält und ob Nachfolger Kimi Räikkönen (Finnland) 2007 für die "Scuderia" fahren wird. Für die italienischen Zeitungen steht die Antwort längst fest. "Ferrari hat Räikkönen verpflichtet, um ein neues Kapitel aufzuschlagen und Schumacher ins Reich der Sammelbildalben zu jagen", schreibt die Gazzetta dello Sport.

Alonso sieht das Theater um Schumacher mit einem Schmunzeln, schließlich häuften sich bei seinem Rivalen in den letzten Rennen die Fehler. "Es wäre etwas Besonderes, Michael und Ferrari beim Heimrennen zu schlagen", sagt der Spanier. Was die Fortsetzung der Karriere von Schumacher betrifft, hat Alonso einen ganz eigenen Wunsch: "Er soll weitermachen, es ist das Größte, Michael zu überholen."

© SID

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