Motorsport Formel1
Weber fordert Ruhe für "Schumi"

Der Manager von Michael Schumacher, Willi Weber, hat Fans und Medien aufgefordert, "Schumi" in Ruhe die Entscheidung über seine Zukunft treffen zu lassen. "Es ist wichtig, dass wir jetzt den Kopf frei haben", so Weber.

Michael Schumacher soll in Ruhe die Entscheidung über seine Zukunft treffen und sich dabei nicht von Fans und Medien bedrängen lassen. Das erklärte "Schumi"-Manager Willi Weber am Samstag am Rande des Großen Preises von Spanien in Barcelona. "Was die Fans und was die Weltpresse jetzt tun sollten: uns in Ruhe lassen, uns nicht jeden Tag mit der Entscheidung bombardieren. Es kommt wie es kommt, es ist sowieso nicht aufzuhalten", sagte Weber dem Pay-TV-Sender Premiere.

Der siebenmalige Weltmeister Schumacher hatte am Donnerstag mit der Aussage überrascht, dass er sich in Absprache mit seinem Ferrari-Team erst nach dem letzten Rennen der Saison entscheiden muss, ob er seinen Vertrag noch einmal verlängert oder seine Karriere beendet. Ursprünglich war diese Entscheidung bis Juli erwartet worden.

"Wichtig, dass wir jetzt den Kopf frei haben"

"Ich glaube, wir sollten eigentlich gar nicht mehr auf diese Daten einsteigen. Mitte des Jahres, Ende des Jahres, nach dem Rennen, vor dem Rennen - für mich ist ganz wichtig, dass wir jetzt den Kopf für andere Dinge frei haben, nämlich Rennen zu gewinnen und letzten Endes auch den Titel, die Weltmeisterschaft. Das ist das Entscheidende, das Wichtigste", sagte Weber.

Schumacher hat nach den beiden Siegen in Imola und auf dem Nürburgring den Rückstand auf Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso vor dessen Heimspiel am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) auf 13 Punkte (31:44) reduziert. Nach der neuen Frist von Ferrari könnte Schumacher jetzt abwarten, ob er in dieser Saison seinen achten WM-Titel gewinnt und danach möglicherweise zurücktreten.

"Gebt uns doch bitte die Zeit"

Für dieses Ziel fordert Weber jetzt Unterstützung ein. "Gebt uns doch bitte die Zeit, uns voll auf das zu konzentrieren, was wir eigentlich tun sollten, nämlich die Rennen gewinnen", meinte Weber: "Denn Alonso zu schlagen und den Titel zurückzuholen, das wäre das Größte für die Fans, für die Weltpresse - und natürlich auch für Michael und mich."

Weber denkt allerdings nicht, dass Schumacher die Entscheidung über sein Karriereende vom sportlichen Erfolg abhängig macht. "Ich glaube nicht, dass es Titel sind, Erfolge oder was auch immer, was ihn zum Bleiben oder Gehen bewegen könnte", meinte der Schwabe: "Zu sagen, dass es genug war, ist eine persönliche Entscheidung."

Weber, der Schumacher 1991 in die Formel 1 gebracht hatte, würde den Abschied seines Schützlings ohnehin bedauern: "Ich muss ganz ehrlich sagen: Es wäre schade, wenn er sich so entscheiden würde, denn ich würde ganz gerne noch zwei Jahre dranhängen, aber das ist meine persönliche Meinung. Er muss das selbst entscheiden - und ich weiß, er hat sich noch nicht entschieden."

© SID

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