Motorsport Formel1
Weber: Schumacher soll "auf den Putz hauen"

Willi Weber sorgt sich um Formel-1-Pilot Ralf Schumacher. Nach dem schlechten Saisonstart des Toyota-Fahrers rät sein ehemaliger Manager gar zu einem Teamwechsel. Ein Neubeginn setze "neue Kräfte frei", erklärte Weber.

Der miserable Saisonstart von Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat seinen ehemaligen Manager Willi Weber auf den Plan gerufen. Weber rät seinem früheren Schützling im Zweifelsfall, an einen Teamwechsel zu denken. "Wenn der Toyota so schwach ist, wie es in Monaco aussah, dann muss Ralf jetzt endlich mal intern auf den Putz hauen!", sagte Weber der Bild-Zeitung vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal am kommenden Sonntag.

Sollte auch eine interne Gardinenpredigt nicht fruchten, müsse "halt wieder ein Wechsel her. Ein Neubeginn setzt fast immer neue Kräfte frei", erklärte Weber. 2003 hatte der 65-Jährige den hochdotierten Vertrag für Schumacher mit den Japanern ausgehandelt.

Weber hat bei seinem ehemaligen Schützling "mental keine gute Verfassung" ausgemacht: "Ralf ist bei Toyota in eine Spirale geraten, die ihn immer weiter nach unten zieht. Monaco hat mich schockiert. Wie er rundenlang hinter dem Albers (Christijan Albers im nicht konkurrenzfähigen Spyker-Ferrari, d. Red.) hing und nichts ging - das war nicht der Ralf, den ich kenne."

Howett: "Es liegt am Auto, nicht an Ralf"

Zuvor hatte John Howett, Präsident von Toyota-Motorsport, seinen glücklosen Fahrer in Schutz genommen. "Wir waren überzeugt: Er gewinnt für uns einen Grand Prix. Jetzt müssen wir zugeben: Das scheitert an unserem Auto - nicht an Ralf", hatte Howett dem kicker gesagt und Schumacher für seine harte und gute Zusammenarbeit mit den Technikern gelobt.

Der 31-Jährige hatte zuletzt beim Großen Preis von Monaco ein total verkorkstes Wochenende erlebt und war im Rennen nur auf Platz 16 gefahren. Seither gibt es Gerüchte, wonach der Bruder des Rekord-Weltmeisters Michael Schumacher im Falle zweier weiterer erfolgloser Rennen vorzeitig abgelöst werde.

Ralf Schumacher rangiert derzeit in der WM-Wertung mit erst einem Punkt aus fünf Rennen noch hinter seinem italienischen Teamkollegen Jarno Trulli (vier), der zudem alle Trainingsduelle für sich entschieden hat.

© SID

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