Motorsport Formel1
Weltmeister Räikkönen holt sich die Pole

Der Weltmeister war im Qualifying zum Großen Preis von Frankreich der Schnellste. Kimi Räikkönen verwies Ferrari-Teamkollege Massa auf Platz zwei. Bester Deutscher war Timo Glock.

Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen steht beim Großen Preis von Frankreich auf der Pole Position. Der Ferrari-Pilot war im Qualifying zum 8. WM-Lauf der Saison am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Magny-Cours in 1:16,449 Minuten der Schnellste. Auf Platz zwei sorgte sein Teamkollege Felipe Massa aus Brasilien (1:16,490) für eine rote erste Startreihe. Für Räikkönen war es die insgesamt 16. Bestzeit seiner Karriere.

Drittschnellster war Silberpfeil-Star Lewis Hamilton, doch wegen des Unfalls an der roten Ampel in der Boxenstraße beim Rennen vor zwei Wochen in Montreal wurde der Brite um zehn Position auf Platz 13 zurückversetzt. Dadurch "erbte" der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (Spanien/Renault) den dritten Rang.

Hamiltons Teamkollege Heikki Kovalainen (Finnland) wurde wegen Behinderung des Australiers Mark Webber (Red Bull) nachträglich um fünf Plätze auf Rang zehn zurückversetzt. WM-Spitzenreiter Robert Kubica (Polen) schob sich dadurch im BMW-Sauber von sechs auf fünf nach vorn.

Deutsche Fußballer als Vorbild für Mercedes

Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht dem Rennen dennoch voller Optimismus entgegen und nimmt die deutschen Fußballer als Vorbild. Die hätten bei der EM zweimal nicht ganz so gut gespielt und dann gegen Portugal geglänzt. "Vielleicht gelingt uns das auch", sagte Haug in Premiere. Als Anschauungsunterricht könne man sich ja das Video der Fußballer nochmal anschauen, so der Sportchef: "Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

Bester der fünf deutschen Fahrer war überraschend Timo Glock (Wersau), der im Toyota in 1:17,596 auf dem achten Platz landete. Eine Enttäuschung erlebte der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der im BMW-Sauber nicht über Position elf hinauskam (1:15,786). Direkt dahinter steht Sebastian Vettel (Heppenheim) im Toro Rosso in 1:15, 816 auf Platz zwölf.

Heidfeld: "Wir hatten nicht den Speed"

"Wir hatten nicht den Speed, den wir hier eigentlich erwartet hatten", sagte Heidfeld, der vor zwei Wochen in Montreal mit Rang zwei hinter Kubica den historischen BMW-Doppelsieg perfekt gemacht hatte. Der Mönchengladbacher sah sich diesmal auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen. Dennoch: Für "Quick Nick" war es im achten Qualifying-Duell mit Kubica die achte Niederlage.

Force-India-Pilot Adrian Sutil (Gräfelfing) und Nico Rosberg (Wiesbaden) sorgten auf den Rängen 19 und 20 für eine letzte deutsche Startreihe. Rosberg wurde zwar als 15. gestoppt, der Williams-Pilot wurde aber wegen des Unfalls an der roten Ampel in Montreal ans Ende des Feldes zurückversetzt. Er habe zwar erwartet, dass die Strecke in Magny-Cours dem Williams nicht so liege, sagte Rosberg: "Das wir aber so weit hinterherfahren, ist schon ein Schock."

In der WM-Wertung führt Kubica mit 42 Punkten. Dahinter liegen Massa und Hamilton gleichauf (jeweils 38) vor Räikkönen (35).

Für Mercedes ist das Rennen etwas Besonderes. Die Stuttgarter feierten vor 100 Jahren ihren ersten Grand-Prix-Sieg. Damals gewann Christian Lautenschlager in einem Mercedes Grand-Prix-Rennauto den Großen Preis von Frankreich in Dieppe. Aus diesem Anlass werden die Silberpfeil-Stars Hamilton und Heikki Kovalainen in der Fahrerparade vor dem achten WM-Lauf am Sonntag den original Grand-Prix-Wagen von 1908 fahren.

Unruhe bei BMW

Bei BMW sorgen derzeit Spekulationen über die Fahrer-Besetzung für 2009 für etwas Unruhe. Angeblich soll Alonso ein Kandidat für Heidfelds Cockpit sein. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen will die Entscheidung offenbar im August verkünden.

Heidfeld hofft, auch im nächsten Jahr für BMW-Sauber zu fahren. Durch Kubicas Erfolg habe sich für ihn nichts geändert. "Bei uns gibt es keinen Nummer-Eins-Status", sagt der Mönchengladbacher. "Quick Nick" lässt sich vom Doppelsieg in Kanada nicht täuschen: "Man darf bei aller Euphorie nicht übersehen, dass wir nicht das schnellste Auto haben."

© SID

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