Motorsport Formel1
Williams lässt Hülkenberg testen

In Nico Hülkenberg steht der nächste deutsche Pilot für die Formel 1 parat. Das 20 Jahre alte Nachwuchstalent aus Emmerich wird am Dienstag und Mittwoch in Jerez de la Frontera für den Williams-Rennstall testen.

Ein weiteres deutsches Talent gibt seine Visitenkarte in der Formel 1 ab. Nico Hülkenberg aus Emmerich wird am Dienstag und Mittwoch im südspanischen Jerez de la Frontera für das Williams-Team von Nico Rosberg (Wiesbaden) testen und hat gute Chancen auf ein Engagement als fester Test- und Ersatzpilot im Rennstall von Sir Frank Williams.

"Nico sitzt am Dienstag und Mittwoch im Auto, und ich gehe davon aus, dass er überzeugt", sagte Hülkenbergs Manager Willi Weber am Montag dem Sport-Informations-Dienst (sid) und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass es nach dem Test in Jerez bei Williams weitergeht." Weber hatte in den 90er Jahren bereits Michael und Ralf Schumacher in die Königsklasse gebracht. Im vorigen Winter hatte Hülkenberg Webers deutsches Team zum Gesamtsieg in der A1-GP-Serie geführt.

Parallelengagement als Optimallösung

Für Hülkenberg werden es die ersten Runden in einem Formel-1-Boliden. In diesem Jahr belegte er in seiner Premierensaison in der Formel-3-Euroserie den dritten Platz, 2008 will er dort den Titel holen. Ein paralleles Engagement als Formel-1-Testpilot wäre dazu die perfekte Ergänzung.

Zuletzt war Hülkenberg auch als möglicher Testpilot bei BMW-Sauber gehandelt worden. Die Münchner testen in Jerez aber als mögliche Nachfolger von GP2-Champion Timo Glock (Wersau), der als Stammpilot zu Toyota wechselt und ab Dienstag erstmals für sein künftiges Team unterwegs sein wird, den Esten Marko Asmer und den Spanier Javier Villa.

Weitere Tests im Laufe der Woche

Sollte Hülkenberg einen Vertrag bei Williams erhalten, würde er damit die Fraktion der deutschen Piloten in der Königsklasse weiter erhöhen. Neben Rosberg und Glock sind der Mönchengladbacher Nick Heidfeld bei BMW-Sauber, Sebastian Vettel aus Heppenheim bei Toro Rosso und Adrian Sutil aus Gräfelfing beim Spyker-Nachfolgeteam Force India als Stammfahrer im Einsatz.

Der Kerpener Ralf Schumacher hofft nach seinem Abschied von Toyota noch auf einen Platz bei Force India und stellt sich dafür in Jerez Vergleichsfahrten unter anderem mit den Italienern Giancarlo Fisichella und Vitantonio Liuzzi sowie dem Österreicher Christian Klien. Am Donnerstag und Freitag wird dort zudem Ralfs Bruder Michael Schumacher noch einmal für Ferrari testen.

© SID

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