Motorsport Formel1
Winkelhocks Enttäuschung hält sich in Grenzen

Markus Winkelhock hat die Spyker-Entscheidung gegen ihn als Fahrer gefasst aufgenommen: "Ich bin ohnehin davon ausgegangen, nur das eine Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring zu fahren", sagte der 27-Jährige.

Markus Winkelhock wird für den Rest der Saison nicht im Spyker- sondern im DTM-Cockpit sitzen. Im Interview mit dem sid spricht der 27-Jährige über seine Zunkunfts-Aussichten.

sid: "Wie groß ist die Enttäuschung darüber, dass Ihr Formel-1-Abenteuer trotz der spektakulären Premiere auf dem Nürburgring schon wieder beendet ist?"

Markus Winkelhock: "Ich bin ohnehin davon ausgegangen, nur das eine Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring zu fahren. Ansonsten stehe ich weiterhin als Ersatzfahrer zur Verfügung. Aus diesem Grund ist die Entscheidung keine Enttäuschung für mich."

sid: "Haben Sie insgeheim wirklich nicht mit einer anderen Entscheidung gerechnet?"

Winkelhock: "Nein, für mich war es eine einmalige Chance. Das war mir klar, und deshalb bin ich sehr froh darüber, dass ich sie bekommen habe."

sid: "Bis zum Rennabbruch haben Sie im Regenchaos auf dem Nürburgring schon mit 36,7 Sekunden Vorsprung den Grand Prix angeführt. Was wäre ohne Abbruch möglich gewesen?"

Winkelhock: "Ich wäre sicher noch eine ganze Weile vorne geblieben und nicht so schnell durchgereicht worden wie nach dem Neustart. Durch den Abbruch bin ich aber in den Genuss gekommen, den letzten Startplatz gegen den ersten zu tauschen. Das war für mich natürlich etwas ganz Besonderes, und daran werde ich mich immer wieder gerne erinnern."

sid: "Wie groß ist die Hoffnung, irgendwann nochmal in die Formel 1 zurückzukehren?"

Winkelhock: "Als Ersatzfahrer im Spyker-Team kann das jederzeit passieren. Ich konzentriere mich aber jetzt erstmal auf meinen Job in der DTM und bin froh, dass mir mein Teamchef Collin Kolles die Möglichkeit gibt, in seinem Team die restlichen vier Rennen zu fahren."

sid: "In Mugello sind Sie schon in seinem DTM-Team gefahren. Nur eine Woche später kam der Wechsel in das Formel-1-Cockpit. Wie groß war der Unterschied?"

Winkelhock: "Die Umstellung ist einfach zu groß. Das habe ich in dieser Woche festgestellt. Deshalb hätte der Sprung hin und her überhaupt keinen Sinn gemacht. Man kann so keine hundertprozentige Leistung bringen. Ich freue mich jetzt auf die DTM."

sid: "In Mugello haben Sie als Neunter knapp den ersten Punkt in der DTM verpasst. Was können wir von Ihnen in den letzten vier Rennen erwarten?"

Winkelhock: "Mit einem zwei Jahre alten Auto ist es schwer, in die Punkte zu fahren. Aber wenn alles zusammenpasst bin ich sicher, dass es mir gelingt. Man braucht halt immer ein bisschen Glück."

© SID

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