Motorsport Formel1
Wurz dominiert freies Training - "Schumi" Zehnter

Beim zweiten freien Training zum Großen Preis von Monaco am Sonntag in Monte Carlo ist Ferrari-Pilot Michael Schumacher auf den zehnten Platz gefahren. Schnellster war Williams-Testfahrer Alexander Wurz.

Rekordweltmeister Michael Schumacher hat sich beim zweiten freien Training zum Großen Preis von Monaco am Sonntag in Monte Carlo (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) mit dem zehnten Platz begnügen müssen. Der Ferrari-Pilot benötigte für den 3,340km-langen Kurs durch die Straßenschluchten des Fürstentums 1:16,973 Minuten. Tagesschnellster war Williams-Testfahrer Alexander Wurz (Österreich) in 1:15,907 Minuten. Weltmeister Fernando Alonso (1:16,221) kam auf Rang vier.

Nach dem unerwarteten Rückschlag beim ersten Kräftemessen in Monaco war Schumacher einfach nur ratlos. "Ich kann nicht zufrieden sein, weil wir zu langsam sind. Warum das so ist, kann ich nicht beurteilen", sagte der 37-Jährige, dem auch sein neuer gelb abgesetzter Rennanzug kein Glück brachte. Für den "blauen Freitag" kündigte Schumacher eine umfangreiche Analyse an.

Montoya schnellster "Silberpfeil"

Als bester Mclaren-Mercedes-Pilot landete Juan Pablo Montoya (Kolumbien) in 1:16,138 Minuten auf dem dritten Rang und nährte die Hoffnungen der "Silbernen" auf eine Wiederholung des Vorjahrestriumphes. "Wir haben das geplante Programm absolviert, alles ist für uns okay", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Der Kerpener Ralf Schumacher fuhr im Toyota auf den 18. Platz (1:17,793), einen Rang dahinter landete Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams (1:17,845). Nick Heidfeld aus Mönchengladbach wurde im BMW-Sauber 23. (1:18,257).

Mit gemischten Gefühen denkt Michael Schumacher auch an das Samstags-Qualifying durch die engen Gassen. Sogar eine totale Pleite hält er wegen des neuen Modus im Gerangel um die Startplätze für möglich. "Es kann passieren, dass man wegen des Verkehrs, roter oder gelber Flaggen beim ersten oder zweiten Versuch plötzlich ohne Zeit dasteht. Da ist man ruckzuck weg vom Fenster", meinte der Ferrari-Star, der aber andererseits die "ungebrochene Herausforderung" beim ultimativen PS-Spektakel genießt: "Dieses Rennen hat seine eigenen Gesetze. Ich denke, dass die Rolle des Fahrers hier sogar gewichtiger sein kann als sonst."

Schumacher mit dem Motorrad nach Monaco

Gänzlich untätig wird Schumacher am traditionellen freien Freitag nicht bleiben. "Da habe ich ein paar PR-Termine und natürlich ein Meeting mit dem Team", meinte der Ferrari-Star, der am Dienstag als "Easy Rider" auf seiner verchromten Harley-Davidson aus seinem Schweizer Wohnort am Genfer See angebraust kam. Heimweh nach seiner einstigen Wahlheimat Monte Carlo hat Schumacher nicht. "Mit Hund und Familie wird es hier etwas eng. Da ist die Schweiz eine schöne Alternative", urteilte "Schumi"über das Fürstentum.

Der "völlig bekloppte Grand Prix" (Niki Lauda), bei dem die Piloten fast alle zwei Sekunden schalten müssen, hat wie immer seine eigenen Gesetze: Die "Silberpfeile" zum Beispiel transportieren bei ihrem 40. Monaco-Auftritt die wohl wertvollste Fracht über die Strecke. Aus echten Diamanten setzt sich das Mercedes-Logo am Lenkrad der Boliden zusammen. Das ovale "Schmuckkästchen" soll nach dem Rennwochenende zu Gunsten wohltätiger Zwecke versteigert werden.

© SID

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