Motorsport Formel1
Yamamoto sticht Winkelhock aus

Nach nur einem Rennen muss sich Markus Winkelhock bei Spyker wieder aus der ersten Reihe verabschieden. Nachdem der Schwabe auf dem Nürburgring zum Einsatz gekommen war, soll in Ungarn der Japaner Sakon Yamamoto fahren.

Das Abenteuer Formel 1 ist für Markus Winkelhock nach nur einem Rennen vorerst wieder beendet. Der Spyker-Rennstall hat sich gegen den Piloten aus Berglen-Steinach entschieden und setzt beim nächsten Grand Prix am 5. August in Budapest auf den Japaner Sakon Yamamoto. Winkelhock hatte am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring seine Formel-1-Premiere gegeben und bei den zeitweise chaotischen Wetterverhältnissen kurzfristig sogar das Feld angeführt.

"Offiziell können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, wir werden unsere Entscheidung erst am Donnerstag bekannt geben", sagte Spyker-Teamchef Colin Kolles dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Der 27-jährige Winkelhock hatte bei seinem "Heimspiel" auf dem Nürburgring den bei Spyker-Ferrari entlassenen Christijan Albers (Niederlande) ersetzt. Nachdem er im Qualifying den letzten Rang belegt hatte, startete er in seinem ersten Formel-1-Rennen als einziger Pilot auf Regenreifen und führte den Großen Preis von Europa in der turbulenten Anfangsphase an.

"Das nimmt mir keiner mehr"

Als die Strecke danach abtrocknete, wurde Winkelhock bis auf den 15. Platz durchgereicht, bevor er schließlich mit Motorschaden ausschied. "Dieses Rennen wird mir ewig in Erinnerung bleiben, und das nimmt mir keiner mehr", sagte der Sohn des 1985 bei einem Sportwagenrennen tödlich verunglückten Manfred Winkelhock.

Yamamoto war beim Spyker-Vorgängerteam Jordan 2005 Testfahrer. In der vergangenen Saison bestritt der 25-Jährige für den Rennstall Aguri-Honda sieben Grand Prix. Teamkollege des Japaners bei Spyker ist Adrian Sutil (Gräfelfing), der bei seinem Arbeitgeber gesetzt ist. Yamamoto dürfte im Gegensatz zu Winkelhock vermutlich noch einige Mill. Dollar an Sponsorengeldern mitbringen.

Quartett in Ungarn

Sollte Winkelhocks Formel-1-Traum vorerst wieder ausgeträumt sein, wären beim elften von 17. WM-Läufen in Ungarn wieder nur vier deutsche Fahrer am Start: Toyota-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen), Nick Heidfeld (Mönchengladbach) im BMW-Sauber, Nico Rosberg aus Wiesbaden (Williams-Toyota) und Sutil.

© SID

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