Motorsport Formel1
Zukunft von "Schumi II" weiter unklar

Das Rätselraten um Ralf Schumacher geht weiter. Nach drei Jahren fährt der Kerpener beim Formel-1-Finale am Sonntag in Sao Paulo sein letztes Rennen für Toyota. Ein neues Auto ist noch nicht in Sicht.

Die Zukunft von Ralf Schumacher ist weiter unklar. Nach drei Jahren fährt der Kerpener beim Formel-1-Finale am Sonntag (18.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) in Sao Paulo sein letztes Rennen für Toyota. Danach steht der 32-Jährige auf der Straße. Auch wenn weit und breit kein neuer Arbeitgeber in Sicht ist, lässt sich "Schumi II" nicht entmutigen. "Meine Zukunft in der Formel 1 ist sicher", sagte Ralf Schumacher in einem NDR-Radio-Interview.

"Noch etwas in Geduld üben"

Woher er dieses Vertrauen nimmt, will er nicht verraten. "Das ist eine Frage, die ich jetzt noch nicht beantworten möchte", sagt Ralf Schumacher. Bis zu einer Entscheidung werden mindestens noch vier Wochen vergehen. "Wir alle müssen uns etwas in Geduld üben", sagt er. Das klingt geheimnisvoll und undurchsichtig.

Denn selbst alte Weggefährten haben die Hoffnung aufgegeben. So wie er das momentan sehe, müsse er leider sagen, dass sein einstiger Schützling keine Zukunft mehr in der Formel 1 habe, sagte Manager Willi Weber dem sid: "Ich wüsste auch wirklich nicht, für welches Team er fahren sollte. Es wird wahnsinnig schwer für Ralf."

Sein großes Ziel, mit dem in Köln ansässigen Toyota-Rennstall um den WM-Titel zu fahren, hat "Schumi II" klar verfehlt. "Das ist sicher enttäuschend. Wir haben bei weitem nicht das erreicht, was wir erreichen wollten", sagt der Wahl-Salzburger. Immerhin hat er sich das Hinterherfahren dank Webers Verhandlungsgeschick teuer bezahlen lassen. Geschätzte 50 Mill. Euro hat Toyota an den Bruder des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher zahlen müssen.

F1-Zukunft nur als Stammfahrer

Die Motivation hat er aber noch nicht verloren: Es gebe für ihn nichts Schöneres, als ein Formel-1-Auto zu fahren, deshalb denke er auch gar nicht ans Aufhören, ein Job als Testfahrer komme nicht in Frage, betont Ralf Schumacher. Er wolle schon einen Stammplatz, wenn er von seiner Zukunft in der "Königsklasse" spricht.

Doch mehr als das erfolglose Spyker-Team bleibt da wohl kaum. Und selbst da wurde sein Name inzwischen von der Liste gestrichen - keine allzu rosigen Aussichten für den letzten "Schumi" in der Formel 1. Was ist mit den Gerüchten über einen Wechsel in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft? "Wenn ich noch sein Manager wäre, würde ich ihm die DTM auf keinen Fall empfehlen", sagt Weber dazu.

Aufmunternde Worte findet Mercedes-Sportchef Norbert Haug für den Toyota-Piloten: "Ich mische mich sicher nicht in den Kreis der hämischen Ralf-Kritiker." Es sei nicht so lange her, da habe er an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden zwei Grand Prix gewonnen. Auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, für dessen Team "Schumi II" insgesamt sechs Rennen gewann, wünscht Ralf, dass er auch 2008 in der Formel 1 fährt: "Vom Leistungsvermögen gehört er hier hin."

© SID

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