Motorsport Formel3
Vettel nach Husarenritt noch Zweiter in Zandvoort

Obwohl Sebastian Vettel vom vorletzten Startplatz ins Formel-3-Rennen in Zandvoort hatte starten müssen, hat der BMW-Junior durch einen Husarenritt auf Platz zwei seine Titelchancen wahren können.

Eine Woche nach seinem sensationellen Formel-1-Debüt hat Sebastian Vettel an nur einen Wochenende in Zandvoort alle Facetten des Motorsports durchmachen müssen. Der BMW-Junior landete am Samstag im ersten von zwei Läufen der Formel-3-Euroserie unsanft auf dem Boden der Tatsachen, als er durch einen Ausrutscher ins Kiesbett einen bösen Rückschlag im Titelrennen erlebte. Am Sonntag betrieb der 19 Jahre alte "Himmelsstürmer" aus Heppenheimer dann zumindest erfolgreich Schadensbegrenzung, als er unwiderstehlich vom vorletzten Startplatz auf Rang zwei nach vorne fuhr.

Sein Rückstand auf Teamkollege Paul di Resta aus Großbritannien hat sich dennoch von vorher sechs auf jetzt zwölf Punkte verdoppelt (59:71). Bei drei noch ausstehenden Rennwochenenden mit insgesamt sechs Läufen hat Vettel allerdings weiter Chancen auf den Titel, bevor er möglicherweise in der kommenden Saison zum etatmäßigen Formel-1-Testpiloten bei BMW-Sauber aufsteigt.

Vettel: "Das Rennen hat viel Spaß gemacht"

"Das Rennen hat viel Spaß gemacht, auch wenn es am Anfang im Nassen extrem schwierig war. Leider hat es nicht ganz für Platz eins gereicht", meinte Vettel nach seinem Husarenritt am Sonntag: "Dieses Resultat ist natürlich gut für die Meisterschaft."

Am Samstag hatte er sich für die Beförderung nicht unbedingt empfohlen. Gleich zweimal kam er beim 13. Saisonlauf in seinem Dallara-Mercedes von der Strecke ab und musste das Rennen vorzeitig beenden. Di Resta zog daraus den größtmöglichen Nutzen, weil er mit seinem souveränen Sieg von der Pole Position insgesamt elf Meisterschaftszähler sammelte. Bei seinem vierten Saisonsieg verwies di Resta Markenkollege Giedo van der Garde (Niederlande) mit 1,7 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei.

Vettels mutige Reifen-Wahl wurde belohnt

Am Sonntag drehte sich das Bild aber wieder. Während Vettel bei noch feuchter Strecke das Risiko einging, mit Trockenreifen zu starten, setzte der Brite auf Regenreifen, mit denen er am Ende bei abtrocknender Piste chancenlos war und nur Platz 14 belegte. Vettel dagegen brannte ein regelrechtes Feuerwerk ab und biss sich in der Schlussphase nur an Charlie Kimball (USA/Dallara-Mercedes) die Zähne aus.

© SID

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