Motorsport Formel3
Vettel will in Macau gewinnen

Beim berühmten Formel-3-Grand-Prix am Sonntag im chinesischen Macau ist die Zielsetzung für BMW-Junior Sebastian Vettel klar: "Ich lasse alles ruhig auf mich zukommen, aber mein Ziel ist klar der Sieg."

Auf Sebastian Vettel wartet beim berühmten Formel-3-Grand-Prix am Sonntag (8.30 Uhr/live bei Eurosport) im chinesischen Macau ein Erlebnis der ganz besonderen Art. BMW-Junior Vettel, der 2005 in der Formel-3-Euroserie mit einem Mercedes-Dallara des Berliner Mücke-Teams mit sechs Podiumsplatzierungen den fünften Gesamtrang belegte, startet erstmals beim prestigeträchtigsten Formel-3-Rennen der Welt.

Neu ist für den 18-jährigen Heppenheimer auch sein Einsatzteam, denn Vettel sitzt erstmals im Cockpit eines Mercedes-Dallara der ASM-Mannschaft, für die er in der kommenden Saison fahren wird. Das französische Team hat in dieser Saison in Lewis Hamilton (Großbritannien) und Adrian Sutil (Gräfelfing) Meister und Vizemeister in der Euroserie gestellt.

"Ich freue mich sehr auf das Rennen"

"Ich freue mich sehr auf das Rennen. Bisher kannte ich die Strecke in Macau nur von Videos, sie scheint von allem etwas zu haben", sagt Vettel: "Ich lasse alles ruhig auf mich zukommen, aber mein Ziel ist klar der Sieg." Die Startaufstellung wird am Samstag in einem Qualifikationsrennen über zehn Runden ausgefahren.

Zu den Gewinnern in der 51-jährigen Macau-Geschichte zählen unter anderem auch die späteren Weltmeister Ayrton Senna (Brasilien/1983) und Michael Schumacher (1990) sowie die Formel-1-Piloten David Coulthard (Großbritannien/1991), Ralf Schumacher (1995) und Takuma Sato (Japan/2001).

Der souveräne Euroserien-Champion Hamilton, der in Macau den offiziellen Rundenrekord hält, ist diesmal nicht dabei. Er soll sich auf die kommende Saison in der GP2-Serie vorbereiten. Möglicherweise spielt bei dieser Entscheidung aber auch das hohe Risiko in Macau eine Rolle, denn auf keiner anderen Strecke der Welt passieren so viele Unfälle wie auf dem berüchtigten Stadtkurs.

Strecke ist eng und uneben

Die 6,12km lange Strecke ist eng und uneben, bietet nicht einsehbare Passagen, eine Haarnadelkurve mit Überholverbot, Mauern rechts und Häuser links sowie einen Leitplankenkanal. Wer den Grand Prix unbeschadet übersteht, ist fast schon ein Sieger. Insgesamt 30 Formel-3-Piloten aus zwölf Nationen stellen sich der Herausforderung, darunter acht aus der Euroserie. Im vergangenen Jahr feierten die Fahrer aus dieser Serie einen Doppelsieg durch Alexandre Premat (Frankreich) und Robert Kubica (Polen).

Im abschließenden Zeittraining fuhr der Franzose Loic Duval im HWA-Mercedes Dallara in 2:11,349 Minuten Bestzeit und war damit um 0,565 Sekunden schneller als Markenkollege Lucas di Grassi (Brasilien). Damit stehen zwei Piloten aus der Formel-3-Euroserie in der ersten Startreihe für das Qualifikationsrennen am Samstag über zehn Runden. Vettel konnte sich zwar gegenüber den beiden freien Trainingssitzungen verbessern, seine Zeit von 2:13,515 Minuten reichte aber nur zum 12. Startplatz.

Das Zeittraining wurde nach mehreren Unfällen und den damit verbundenen Aufräumarbeiten gleich viermal unterbrochen und 2:49 Minuten vor dem offiziellen Ende wegen des folgenden Qualifyings der Tourenwagen-WM endgültig abgebrochen.

© SID

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