Motorsport International
Ammermüller punktet, Glock enttäuscht

Die deutschen GP2-Piloten Michael Ammermüller und Timo Glock spielten auf dem Nürburgring auch am Sonntag nur eine Nebenrolle. Während Ammermüller immerhin einen Punkt holte, ging Glock gänzlich leer aus.

Auch am Sonntag sind die beiden deutschen GP2-Piloten Michael Ammermüller und Timo Glock beim Heimspiel auf dem Nürburgring nur hinterher gefahren. Der 20 Jahre alte Ammermüller (Pocking) kam am Sonntag im zweiten Rennen immerhin als Sechster ins Ziel, nachdem ihn am Samstag eine Strafe wegen einer Kollision zuvor in Imola sowie ein taktischer Fehler seines Teams um eine bessere Platzierung als Rang zehn gebracht hatten. Der vier Jahre ältere Glock (Wersau) blieb am Samstag wegen eines defekten Kupplungssensors am Start stehen und wurde nur 17., am Sonntag blieb sein Auto im Rennen unvermittelt stehen. Mann des Wochenendes war mit zwei Siegen der von Mclaren geförderte Brite Lewis Hamilton.

Minimalziel für Ammermüller

"Wenigstens habe ich noch einen Punkt geholt, das war beim Heimpsiel mein Minimalziel", sagte Ammermüller, der sich aber über die Team-Panne vom Samstag ärgerte, als er in der gleichen Runde zum Boxenstopp geholt wurde wie sein Teamkollege Nicolas Lapierre (Frankreich) und hinter ihm auf seine Abfertigung warten musste. "Ich hatte kurz daran gedacht, draußen zu bleiben. Aber über eine Entscheidung des Teams setzt man sich normalerweise nicht hinweg", sagte Ammermüller. Ärgerlich war allerdings, dass ohne den Patzer auch von Startposition 22 (nach dem Abzug von zehn Plätzen) Rang acht möglich gewesen wäre. Der hätte einen Punkt und vor allem die Pole Position für das zweite Rennen am Sonntag gebracht.

Der frühere Formel-1-Pilot Glock, der auch als Jury-Mitglied in der Speed Academy der Deutschen Post aktiv ist, hatte sich nach der Kupplungspanne am Start des Samstags-Rennens damit getröstet, dass er danach das Tempo der Spitze mitgehen konnte und die drittbeste Rennrunde gefahren ist. Der nächste Rückschlag kam dann am Sonntag. "Ich bin einfach sauer, aber ich bin es langsam gewohnt, dass das Ding nur noch stehen bleibt", schimpfte Glock.

Hamilton sitzt Nelson Piquet junior im Nacken

Hamilton, der im Vorjahr souverän die Formel-3-Euroserie gewann und den sich einige Experten schon im nächsten Jahr als Teamkollegen von Fernando Alonso im Mclaren-Mercedes in der Formel 1 vorstellen könnten, schob sich mit seiner Galavorstellung mit 26 Punkten bis auf einen Zähler an Spitzenreiter Nelson Piquet junior (27) heran. Der Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet aus Brasilien schied in beiden Läufen aus und holte nur zwei Zähler für die Pole Position am Samstag. Ammermüller, der beim Saisonauftakt in Valencia ein Rennen gewann und in Imola einmal Zweiter war, liegt mit 17 Zählern auf Rang sechs. Glock ist mit den fünf Punkten aus Imola Zwölfter.

© SID

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