Motorsport International
Audi will 2008 an allen Fronten angreifen

Automobil-Konzern Audi plant für 2008 den umfangreichsten Rennsport-Einsatz seiner Firmengeschichte. Neben "Le Mans" und der DTM wollen die Ingolstädter auch in der American Le Mans Series wieder die Nummer eins werden.

2 008 soll ein Audi-Jahr werden. Der Ingolstädter Automobil-Konzern plant seinen Rennsport-Einsatz an mehreren Fronten und das umfangreichste Engagement seiner Firmengeschichte. Neben den erhofften Titelverteidigungen in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und bei den 24 Stunden von Le Mans wollen die "Audianer" auch in der American Le Mans Series (Alms) wieder die Nummer eins werden sowie in der europäischen Variante LMS an den Start gehen. Insgesamt stehen für Audi damit 30 Rennen an. "Das ist wirklich ein strammes Programm, und das bedarf auch einer entsprechenden Vorbereitung", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich am Freitag auf der Essener Motor-Show.

In der DTM wird sich dabei im Werksteam Abt-Sportsline nur das Auto ändern. "Wir wollen auch mit dem neuen A4 ähnliche Erfolge erzielen wie in der vergangenen Saison", sagte Ullrich, der in den vier aktuellen Autos weiter auf DTM-Champion Mattias Ekström (Schweden), Martin Tomczyk (Rosenheim), Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) und Timo Scheider (Braubach) setzt. Zudem werden auch Mike Rockenfeller (Neuwied) und Alexandre Premat (Frankreich) als "Jahreswagen-Piloten" im Team bleiben. Lucas Luhr (Koblenz) dagegen wechselt Audi-intern aus der DTM in die Sportwagen.

Winkelhock und Stuck kämpfen um Cokpitplätze

Die noch offenen restlichen vier Cockpits, darunter auch das einer Nachfolgerin für Vanina Ickx (Belgien), werden nach einer umfangreichen Sichtung Mitte Dezember vergeben. Unter anderem bewirbt sich auch Johannes Stuck (20), Sohn des künftigen VW-Motorsportrepäsentanten Hans-Joachim Stuck. Gute Chancen dürfte auch Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) haben, der schon in dieser Saison erfolgreich für Audi unterwegs war.

In Le Mans, wo Audi in den letzten beiden Jahren als erster Hersteller mit einem Dieselmotor erfolgreich war und 2007 seinen siebten Gesamtsieg feierte, steht 2008 ein erneutes Duell mit Peugeot an. Die Franzosen werden beim Langstreckenklassiker ebenfalls mit einem Diesel starten. Dabei werden alle Piloten, die auch 2007 im Cockpit saßen, erneut zum Einsatz kommen, allen voran neben Kristensen auch die Titelverteidiger Frank Biela (Neuss), Marco Werner (Dortmund) und Emanuele Pirro (Italien).

Hinter dem Einsatz in der Alms und deren europäischen Ableger LMS stehen allerdings noch kleine Fragezeichen. Audi erwartet eine Anpassung des technischen Reglements, um die Prototypen der Lmp1-Kategorie wie den Audi R10 gegenüber der "kleineren" Lmp2-Klasse wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Für die LMS bilden zudem noch eine Terminkollision mit DTM und Alms sowie ein noch nicht bestimmtes Fernsehpaket Diskussionsstoff.

© SID

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