Motorsport International
Deutsche Piloten wollen in Macau Gas geben

Drei Deutsche könnten sich heute in Macau zum Tourenwagen-Weltmeister aufschwingen. Jörg Müller, Dirk Müller und Peter Terting haben Chancen, noch führt aber der Brasilianer Augusto Farfus.

Heute fällt auf dem berühmt-berüchtigten Stadtkurs von Macau die Entscheidung in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2006 - und unter den neun Titelanwärtern sind gleich drei Deutsche.

Die besten WM-Chancen hat BMW-Werkspilot Jörg Müller aus Hückelhoven als Gesamtdritter mit 59 Punkten und einem Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Augusto Farfus (Brasilien/Alfa Romeo). Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach) ist mit 53 Zählern Sechster, Seat-Pilot Peter Terting (Kempten) mit 48 Punkten Neunter. Insgesamt werden in der ehemaligen portugiesischen Kolonie noch 20 Zähler vergeben.

"Zu Macau habe ich eine besondere Beziehung. Ich habe dort sowohl in der Formel drei als auch im Tourenwagen gewonnen. Die Strecke ist toll, aber es ist unmöglich, sich hier eine genaue Strategie zu überlegen", sagt Jörg Müller, der sich beim Tauchen in Thailand auf das Finale einstimmte: "Dabei habe ich abgeschaltet und den Kopf frei bekommen."

Für Dirk Müller war ein Titel in den vergangenen beiden Jahren zum Greifen nah, aber sowohl in der EM 2004 als auch in der WM 2005 zog der Siegerländer, der am Samstag 31 Jahre alt wird, gegen Markenkollege Andy Priaulx den Kürzeren. Der Brite liegt als Zweiter (59) erneut auf der Lauer.

BMW knapp vor Seat

"Vielleicht ist es ja diesmal sogar ein Vorteil, dass ich nicht als Tabellenführer ins Finale gehe", sagt Dirk Müller: "In Macau geht es immer sehr turbulent zu. Mehr denn je kommt es in diesem Jahr darauf an, das nötige Quäntchen Glück zu haben, vor allem, wenn es auch noch regnen sollte."

Terting geht dagegen ohne jeden Druck an den Start: "Ich habe nichts zu verlieren, kann aber alles gewinnen. In erster Linie will ich meinem Arbeitgeber Seat helfen, die Herstellerwertung zu gewinnen", sagt der 22 Jahre alte frühere DTM-Pilot. Nach bisher sieben Führungswechseln in der Markenwertung liegt BMW vor dem insgesamt 50. Rennen der dreijährigen WM-Geschichte mit 221:211 Punkten knapp vor Seat.

Beflügelt durch seinen zweiten WM-Sieg in Istanbul könnte Alex Zanardi in seinem werksunterstützten BMW 320si das Zünglein an der Waage spielen. Der beinamputierte Italiener fuhr im letzten Jahr bravourös vom 24. Startplatz auf Rang vier und will BMW mit einem Podiumsplatz zur Titelverteidigung verhelfen.

© SID

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