Motorsport International
Deutsches Tourenwagen-Trio startet optimistisch

In der Tourenwagen-WM werden drei deutsche Fahrer im Vorfeld als aussichtsreiche Kandidaten für den Titel gehandelt. Insgesamt starten 37 Piloten aus 14 Nationen, so auch der ehemalige Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi.

Der Kampf um den Titel in der Tourenwagen-WM wird spannender denn je: Angeführt vom früheren Formel-1-Piloten Alessandro Zanardi kämpfen insgesamt 37 Tourenwagen-Piloten aus 14 Nationen um den WM-Titel. Im dritten Jahr sind so viele Starter wie nie zuvor und sechs Hersteller beteiligt. Unter ihnen sind die Werksfahrer Jörg Müller (Hückelhoven/BMW), Dirk Müller (Köln/BMW) und Peter Terting (Kempten/Seat) drei aussichtsreiche deutsche Titelkandidaten.

Das Trio zählte bereits 2005 mit insgesamt sieben Erfolgen (je drei für die beiden Müllers, einer für Terting) zu den potenziellen Sieganwärtern. Dirk Müller, der lange Zeit die WM-Tabelle angeführt hatte, wurde erst beim Saisonfinale in Macau/China von Markenkollege Andy Priaulx (Großbritannien) abgefangen.

Müller ist "voll motiviert"

"Ich bin voll motiviert, weiß allerdings auch, dass der Titelgewinn in einer so engen Meisterschaft wie der WM nicht planbar ist. Im vergangenen Jahr stand ich bei acht von zehn Veranstaltungen an der Spitze der Fahrerwertung. Wenn ich das in dieser Saison nur zweimal schaffe, dafür aber den WM-Titel hole, soll es mir recht sein", sagte Dirk Müller dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Nicht nur im eigenen Lager ist die Konkurrenz groß. In Alfa Romeo und Seat gibt es gleich zwei Herausforderer, das haben die zweitägigen Testfahrten im Rahmen der WM-Präsentation in Monza bereits gezeigt. Titelverteidiger Priaulx fuhr zwar im neuen BMW 320si die schnellste Runde, die Konkurrenten aus dem Alfa- und Seat-Lager folgten aber bereits auf den nächsten Plätzen.

"Natürlich ist es unser Ziel, dass wir uns wie im Vorjahr durchsetzen und möglichst häufig ein BMW-Pilot auf dem Siegertreppchen steht. Wir haben die Titelverteidigung in der Fahrer- und Markenwertung fest im Visier", erklärte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, der im Rückblick auf 2005 feststellt: "Zwölf Piloten konnten sich in die Siegerliste eintragen. Das belegt die Ausgeglichenheit in dieser Meisterschaft."

Insgesamt zehn Veranstaltungen

Insgesamt werden die WM-Titel in zehn Veranstaltungen auf drei Kontinenten mit jeweils zwei Sprintrennen über rund 55 km ausgefahren, die alle von Eurosport live übertragen werden. Nicht mehr im Kalender sind Silverstone, Imola und Spa. Dafür wurden Brands Hatch (Großbritannien), Curitiba (Brasilien) und Brünn (Tschechien) neu aufgenommen. Die Tourenwagen-WM wird bei ihrem einzigen Gastspiel in Deutschland am 4. Juni erneut in Oschersleben Station machen.

Darüber wird sich insbesondere der 39-jährige Italiener Zanardi freuen, der am 28. August 2005 in der Magdeburger Börde als beinamputierter Rennfahrer sensationell seinen ersten WM-Sieg feierte. "Es war ganz sicher einer der bedeutendsten Erfolge in meiner Laufbahn, aber nicht, weil ich mit einer Behinderung antrete", meinte Zanardi, der ebenso optimistisch in die Zukunft blickt: "Damit gebe ich mich noch nicht zufrieden. Ich arbeite daran, noch besser zu werden, und habe noch viel vor."

© SID

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