Motorsport International
Die Formel 1 der Lüfte hebt wieder ab

Mit zehn Stationen rund um den Globus startet die Red Bull Air Race World Series 2008 in ihre 4. Auflage. Die Formel 1 der Lüfte steht für spektakuläre Aktion und Hochspannung.

Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten gehen wieder auf Welttournee. Die Red Bull Air Race World Series startet 2008 in ihre 4. Auflage und wird an zehn Schauplätzen rund um den Globus Mill. von Zuschauern in ihren Bann ziehen. Wermutstropfen aus deutscher Sicht: Keine Stadt der Bundesrepublik hat das strenge Auswahlverfahren überstanden, sodass die deutschen Fans über die Grenze zum Beispiel nach Rotterdam reisen müssen.

Dolderer ist deutscher Hoffnungsträger

Nicht mehr zum exklusiven Kreis der Air-Race-Piloten gehört Klaus Schrodt aus Dieburg. Der 61-Jährige bleibt der Rennserie aber hinter den Kulissen und als Co-Kommentator für die internationalen TV-Übertragungen erhalten. Schrodts Nachfolger soll Matthias Dolderer (Tannheim) werden. Noch muss sich der 36-Jährige allerdings gedulden. Mit guten Leistungen bei der Aerobatic-WM 2008 in Tschechien und im Trainings-Camp will Dolderer den Sprung in die Flieger-Elite schaffen.

Dort angekommen ist Glen Dell aus dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Der Südafrikaner ist einziger Neuling in der jetzt zwölf Piloten umfassenden Starterliste. Zwar kann der 45 Jahre alte Linienpilot auf knapp 30 Jahre Erfahrung am Steuerknüppel zurückblicken, doch die Anforderungen beim Air Race nötigen dem ehemaligen Kampfhubschrauberpiloten eine Menge Respekt ab: "Ich betrachte mich in meinem ersten Jahr als Lehrling."

Auf der Jagd nach dem Erbe von Titelverteidiger Mike Mangold (USA), der 2007 hauchdünn vor dem Briten Paul Bonhomme die Nase vorn hatte, treten die Cracks ohne Nerven rund um den Erdball an. Den Auftakt wird dabei traditionell Abu Dhabi (10./11. April) machen. Es folgen die Stationen San Diego (03./04. Mai), Detroit (31. Mai/01. Juni), Stockholm (05./06. Juli), Rotterdam (19./20. Juli), London (02./03. August), Budapest (19./20. August), Porto (06./07. September) und Valencia (27./28. September). Im australischen Perth steigt das Finale (01./02. November).

Titelverteidiger Mangold wird gejagt

Ein neues Format mit Qualifikations-Läufen und dem Knock-Out-Modus bis zum Finale sollen für noch mehr Spannung sorgen. Titelverteidiger Mangold ist sich jedenfalls sicher, dass das Feld enger zusammen rücken wird: "Dieses Jahr haben mehr Piloten die Chancen, auf die vorderen Plätze zu fliegen. Es werden sicherlich nicht immer die selben Gesichter auf dem Podium zu sehen sein."

Dafür wird die Siegesfeier wohl ähnlich spektakulär ausfallen wie in den Jahren zuvor. Kein Wunder, denn wer mit über 400 km/h knapp über dem Boden durch einen verwinkelten Kurs jagt und sich dabei Belastungen von knapp zehn G aussetzt, der hat soviel Adrenalin im Blut, dass er es anschließend richtig krachen lässt.

© SID

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