Motorsport International
Farfus übernimmt Spitze der Tourenwagen-WM

Der Brasilianer Augusto Farfus war der Gewinner des 17. und 18. Laufs der Tourenwagen-WM in Valencia. Der Alfa-Romeo-Pilot übernahm die Gesamtführung vom bisherigen Spitzenreiter Andy Priaulx aus Großbritannien im BMW.

Dramatischer Titelkampf in der Tourenwagen-WM: Nach den Saisonläufen 17 und 18, bei denen sich Alfa-Pilot Augusto Farfus (Brasilien) und BMW-Werksfahrer Jörg Müller aus Hückelhoven vor 59 000 Zuschauern in Valencia die Siege teilten, haben nicht weniger als neun Piloten vor dem Finale am 19. November in Macau/China noch realistische Titelchancen.

"Das ist einfach nur geil. Trotz50 kg Zusatzgewicht ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, da hat das Schnitzer-Team einen tollen Job gemacht, denn das Auto war heute wirklich perfekt. Macau gehört zu meinen Lieblingsstrecken. Jetzt will ich auch den Titel", sagte Müller, der mit einer starken Erkältung ins erste Rennen gegangen war und den sechsten Platz belegt hatte.

In der Gesamtwertung verbesserte sich Müller, der seinen dritten Saisonsieg und insgesamt den sechsten WM-Sieg feierte, vom siebten auf den dritten Platz und hat mit 59 Punkten nur noch einen Zähler Rückstand auf Farfus (60).

Priaulx in Lauf eins "abgeschossen"

Punktgleich mit Jörg Müller, aber mit einem Sieg mehr (4) auf seinem Konto, ist der bisherige Spitzenreiter Andy Priaulx nun Zweiter der Tabelle. Der Brite wurde nach wenigen Metern vom früheren Formel-1-Piloten Gabriele Tarquini (Italien/Seat) regelrecht "abgeschossen". In Lauf zwei kämpfte sich Priaulx in seinem werksunterstützten BMW 320si aus der letzten Startreihe bravourös auf Rang acht nach vorne und rettete damit noch einen wichtigen Punkt.

Der beinamputierte Italiener Alessandro Zanardi wurde gar in beiden Rennen "Opfer" der äußerst rüpelhaften Fahrweise einiger Seat-Piloten, die Folgen haben könnte. "Manchmal denke ich, nicht an einem Autorennen, sondern an einem Boxkampf teilzunehmen. Man merkt deutlich, dass zum Ende der Saison immer härter gefahren wird", beschwerte sich der 39-jährige BMW-Werksfahrer, der trotz eines arg ramponierten Autos die Ränge 15 und 17 belegte.

Neun Piloten im Titelrennen

Dagegen freuten sich seine Markenkollegen Luca Rangoni (Italien) und Duncan Huisman (Niederlande), die je einmal auf den zweiten Platz fuhren, über ihre bisher besten Saisonresultate.

Auch Dirk Müller (Burbach/53) im zweiten Schnitzer-BMW 320si als Sechster und der frühere DTM-Pilot Peter Terting (Kempten/Seat), der mit 48 Punkten Neunter ist, können sich noch berechtigte Titelhoffnungen machen. Insgesamt neun Piloten liegen innerhalb von nur zwölf Punkten. Beim Finale werden wie in der Formel-1-WM zehn Punkte an die jeweiligen Laufsieger vergeben.

© SID

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