Motorsport International
Glock weiter vom Pech verfolgt

BMW-Sauber-Pilot Timo Glock war auch beim zweiten GP2-Rennen in Budapest vom Pech verfolgt und hat das Rennen nicht beenden können. Sein Vorsprung in der Gesamtwertung ist auf einen Zähler zusammengeschmolzen.

Auch ein völlig verkorkstes GP2-Wochenende in Budapest hat BMW-Sauber-Pilot Timo Glock nicht von der Spitze der Gesamtwertung drängen können. Dank der zwei Zähler für die Pole Position liegt der 25-Jährige aus Wersau noch einen Punkt vor dem Brasilianer Lucas di Grassi (55:54), der in Ungarn zweimal Vierter wurde.

"Der vierte Gang ist nicht mehr reingegangen. So kann man keine Meisterschaft gewinnen, da müssen wir uns etwas einfallen lassen", sagte Pechvogel Glock, der nach dem Ausfall am Sonntag bedient war: "Aber wir bekommen ja nur die Teile und bauen das Getriebe lediglich zusammen." Von Startplatz zehn hatte er sich bis auf Rang fünf direkt hinter di Grassi nach vorne gekämpft, bevor sein Auto streikte.

Kein Vorwurf ans Team

Schon am Samstag war für den Odenwälder "alles schief gelaufen". Beim Start verlor er zunächst seinen Spitzenplatz, dann fiel er durch eine klemmende Radmutter beim Boxenstopp weit zurück und büßte schließlich nach einer unverschuldeten Kollision alle Chancen auf den Top-Platz ein. Seinem Team machte er aber keinen Vorwurf: "Ich habe auch schon Fehler gemacht, das kann passieren. Es war der erste Boxenstopp überhaupt in dieser Saison, der nicht geklappt hat."

Trotz des doppelten Rückschlages bleibt Glock, der in der Speed Academy der Deutschen Post auch als Talentförderer aktiv ist, aber kämpferisch. "Ich hatte schon öfter Rückschläge in meiner Karriere. Man muss mich nicht wie ein rohes Ei behandeln. Das macht mich nur stärker", meinte Glock, der sich am liebsten mit dem GP2-Titel für ein weiteres Formel-1-Engagement empfehlen würde: "Ich glaube, die Teamchefs sehen, dass es nicht an mir liegt." BMW-Sauber will ihn als Test- und Ersatzfahrer gerne halten, sein Management verhandelt aber auch mit Toyota und Renault.

2005 hatte der heutige Williams-Pilot Nico Rosberg die GP2-Gesamtwertung gewonnen und war dann in die "Königsklasse" aufgestiegen. Im vergangenen Jahr triumphierte Lewis Hamilton (Großbritannien), der in der Formel 1 bei Mclaren-Mercedes gleich an die Spitze durchstartete.

Die Rennsiege in Budapest gingen am Samstag an den Briten Adam Carroll, der zu Beginn der Saison noch für Audi in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft unterwegs war, sowie Javier Villa. Der 19-jährige Spanier holte als erster Fahrer seinen dritten Saisonsieg, liegt in der Gesamtwertung aber nur auf Rang fünf (28 Punkte).

© SID

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