Motorsport International
Müller verpasst Tourenwagen-Weltmeisterschaft

Jörg Müller hat sich mit dem zweiten Rang in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft begnügen müssen. Trotz eines Sieges im zweiten Rennen beim Saisonfinale in Macau reichte es für den BMW-Piloten nicht mehr zum Gesamtsieg.

Nur knapp ist der Traum vom ersten Titel eines deutschen Piloten in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (Wtcc) gepatzt. Beim Saisonfinale in Macau/China musste sich BMW-Werksfahrer Jörg Müller aus Hückelhoven trotz eines Erfolges im zweiten Rennen des Tages mit Platz zwei in der Gesamtwertung zufrieden geben.

Dem früheren Formel-3 000-Europameister, im Schnitzer-BMW 320si in Lauf eins Sechster, fehlten am Ende nur zwei Zähler (72:73) zum erhofften Triumph. Bei Punktgleichheit mit Markenkollege Andy Priaulx hätte die Anzahl der Saisonsiege (5:4) den Ausschlag für den Briten gegeben.

Priaulx sichert BMW den Titel

Priaulx feierte im ersten Lauf, gleichzeitig das 50. Rennen in der WM-Geschichte, seinen fünften Saisonsieg. Anschließend reichte dem 32-Jährigen ein fünfter Platz zum erneuten Titelgewinn.

"Ich kann es noch gar nicht glauben, es kommt mir vor wie in einem Traum. Auch in den vergangenen beiden Jahren bin ich jeweils als Zweiter ins Finale gegangen und stand anschließend ganz oben auf dem Siegerpodest. Das ist einfach unglaublich", sagte Priaulx, der nach 2004 (Europameister) und 2005 (Weltmeister) seinen dritten Tourenwagen-Titel in Folge gewann.

Piraulx der "Schumacher des Tourenwagensports"

Ein großes Lob gab es dafür von höchster Stelle: "Das war wieder eine großartige Leistung von Andy Priaulx. Für mich ist er der Michael Schumacher des Tourenwagensports", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen dem sid: "Dass uns mit dem neuen BMW 320si auf Anhieb die Titelverteidigung gelingt, zeigt, dass unsere Mannschaft eine gute Entwicklungsarbeit geleistet hat."

In der Tat bleibt BMW das Maß der Dinge in der Tourenwagen-WM. Alle bisherigen Fahrer-Titel gingen an die Münchner. Auch in der Herstellerwertung sicherten sich die Bayern erneut den Titel.

Für Jörg Müller reichte es zwar "nur" zum zweiten Gesamtrang, die Enttäuschung des 37-Jährigen hielt sich dennoch in Grenzen: "Ich bin keinesfalls frustriert, denn mit dem erfolgsbedingten Zusatzgewicht von 75kg hatte ich das zweitschwerste Auto im gesamten Feld. Den WM-Titel habe ich sicher nicht hier in Macau verzockt."

Dirk Müller hadert mit seinem Pech

Dagegen haderte sein Schnitzer-Teamkollege Dirk Müller mit seinem Pech. Durch eine unverschuldete Kollision im ersten Lauf fiel der BMW-Pilot, der am Samstag 31 Jahre alt wurde, weit zurück und belegte nur die Ränge 14 und 8. Auch der frühere DTM-Pilot Peter Terting (Kempten) spielte im Titelkampf keine Rolle. Nach einem achten Platz in Lauf eins stoppte ihn anschließend ein Getriebeschaden am Seat Leon.

Damit warten deutsche Fahrer weiterhin auf einen Titel in der Tourenwagen-WM. 1987 fehlte den Ford-Piloten Klaus Ludwig/Klaus Niedzwiedz nur ein einziger Punkt. Im vergangenen Jahr musste sich Dirk Müller ebenfalls als Zweiter erst im letzten Rennen geschlagen geben.

© SID

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