Motorsport International
Puebla kein gutes Pflaster für Tourenwagen

Die Siegesfahrten der Alfa-Piloten Salvatore Tavano und Augusto Farfus bei den Läufen elf und zwölf zur Tourenwagen-WM in Puebla wurden von einem schweren Unfall und fast irregulären Streckenverhältnissen überschattet.

Katastrophale Bedingungen, ein schwerer Unfall und ein Doppelsieg für Alfa Romeo - die Saisonläufe elf und zwölf zur Tourenwagen-WM in Puebla/Mexiko sorgten für viel Gesprächsstoff und hitzige Diskussionen.

Das erste Rennen gewann Salvatore Tavano (Italien) vor seinem Teamkollegen Augusto Farfus (Brasilien). Den zweiten Lauf sicherte sich Farfus vor Gianni Morbidelli (Italien).

Als einziger deutscher Pilot konnte sich BMW-Werksfahrer Dirk Müller (Burbach), von Position 17 gestartet, auf den Rängen sechs und vier WM-Punkte sichern. Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) blieb nach einer unverschuldeten Kollision und einem Reifenschaden ebenso punktlos wie Peter Terting (Kempten) im Seat.

"Das Wochenende war vom schlechten Zustand der Strecke geprägt. Leider begann der neue Asphalt bereits im Training und im Qualifying aufzubrechen, was zu äußerst schwierigen Verhältnissen geführt hat", sagte Schnitzer-Teammanager Charly Lamm.

James Thompson übernimmt Gesamtführung

Mit zwei fünften Plätzen übernahm Seat-Werksfahrer James Thompson erstmals die WM-Führung. Der Brite hat mit 49 Punkten drei Zähler Vorsprung vor Farfus (46) und Landsmann Andy Priaulx (46). Der Titelverteidiger konnte sich in seinem werksunterstützten BMW 320si trotz des maximalen Zusatzgewichts von 80 kg vom letzten Startplatz aus bis auf Rang sieben in Lauf zwei vorkämpfen.

Zuvor war der Weltmeister wie sein Markenkollege Alessandro Zanardi (Italien) von den hart attackierenden Seat-Piloten Gabriele Tarquini und Yvan Muller von der Strecke geschoben worden. Dirk Müller konnte sich trotz der tollen Aufholjagd in der WM-Tabelle nicht verbessern. Nach zwölf von 20 Läufen liegt der Siegerländer aber als bester deutscher Fahrer hinter den beiden Seat-Piloten Rickard Rydell (Schweden/41) und Gabriele Tarquini (Italien/41) weiterhin aussichtsreich an sechster Stelle (40).

Alle Fahrer hatten mit den teilweise irregulären Bedingungen zu kämpfen. Der frisch gelegte Asphalt bereitete große Probleme. Schon 2005 war die "Rutschbahn" heftig kritisiert worden. Zwischen den beiden Rennen fuhren Kehrmaschinen über die Strecke, um sie von unzähligen Asphaltbrocken und Steinchen zu räumen.

Der erste Lauf wurde in der zweiten Runde abgebrochen, als der Brite Robert Huff, der heftig in die Begrenzungsmauer gekracht war, nicht sofort aus seinem Chevrolet Lacetti geborgen werden konnte. Huff wurde per Helikopter ins Krankenhaus geflogen, wo die Ärzte außer Prellungen und einem Schleudertrauma keine weiteren Verletzungen feststellten.

© SID

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