Motorsport International
Race of Champions vereint "Schumi" und Vettel

Im asphaltierten Wembley-Stadion in London treffen sich heute die Stars des Motorsports zum Duell Mann gegen Mann. Deutschland schickt Altmeister Michael Schumacher und Supertalent Sebastian Vettel ins Race of Champions.

Die Bühne für den ersten gemeinsamen Auftritt von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und seinem potenziellen Nachfolger Sebastian Vettel ist gerichtet: Mit 1 800 Tonnen Asphalt wurde der "heilige Rasen" im neuen Londoner Wembley-Stadion abgedeckt, um einigen der besten Rennfahrern der Welt beim Race of Champions heute perfekte Bedingungen für packende Rennen und viel Spaß zu bieten.

"Das Race of Champions ist eine tolle Veranstaltung. Ich fand das damals ein tolles Wochenende, gerade auch für die Zuschauer", erinnert sich Schumacher an seinen bislang einzigen Auftritt bei diesem Show-Rennen, als er 2004 in Paris im Halbfinale am damals noch unbekannten Finnen Heikki Kovalainen scheiterte.

Tierisch ernst will der 38-Jährige den Wettkampf auch diesmal nicht nehmen. "Mir geht es darum, eine entspannte Zeit mit den anderen Fahrern zu verbringen und gemeinsam witzige Dinge auf der Strecke zu veranstalten", sagt Schumacher, der sich als "Früh-Rentner" nicht im Nachteil sieht. "Vielleicht erhöht das ja im Gegenteil meine Motivation eher noch, so war es ja auch bei den Tests, die ich kürzlich für Ferrari gemacht habe", meint der Kerpener, auf den sich vor allem der Titelverteidiger freut: DTM-Champion Mattias Ekström.

Ekström freut sich auf sein Vorbild Schumacher

"Michael ist für mich ein Vorbild. Er hat es geschafft, über viele Jahre ein Team um sich herum zu formen und immer wieder neu zu motivieren. Ich kann es kaum abwarten, gegen ihn anzutreten", sagte der Schwede, der im vorigen Jahr Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb (Frankreich) sogar in dessen Auto bezwang und 2006 auch schon mit seinem Audi-Kollegen Tom Kristensen die Nationenwertung gewann. Der Le-Mans-Rekordgewinner aus Dänemark wird mit Ekström wieder das Team Scandinavia bilden.

Für Vettel, der in diesem Jahr in der Formel 1 durchstartete und als jüngster Fahrer überhaupt WM-Punkte holte, ist vor allem der gemeinsame Auftritt mit Schumacher etwas Besonderes. "Es ist absolut eine Ehre, dass man da an mich gedacht und mich als deutschen Fahrer ausgewählt hat", sagt der 20-Jährige im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). Schumacher sei einer "der besten Fahrer der Welt" und niemand habe Grund daran zu zweifeln, dass er auch ein Jahr nach seinem Rücktritt vom aktiven Rennsport immer noch schnell genug ist.

Vettel glaubt an den "ganz normalen Ehrgeiz"

Auch der Heppenheimer freut sich auf eine "Spaßveranstaltung", glaubt aber, dass bei den Renn-Profis im Auto doch "der ganz normale Ehrgeiz" hochkommt und man seinen Gegner schlagen will: "Das steht für mich außer Frage."

Gefahren wird immer Mann gegen Mann wie bei den Super Specials im Rallye-Sport. Im Einsatz werden mehrere Rallye-Autos, Tourenwagen und ein spezieller Buggy sein. Zunächst wird zwischen 15.00 und 17.00 Uhr MEZ der Nationencup ausgefahren, bevor zwischen 18.00 und 20.00 Uhr MEZ in der Einzelkonkurrenz der Champion der Champions ermittelt wird.

Priaulx und Button für England am Start

Schumacher und Vettel treffen neben den beiden Audi-Piloten auf weitere hochkarätige Konkurrenz. Die Engländer bieten Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx und Formel-1-Pilot Jenson Button auf. Für Frankreich fahren Sebastien Bourdais und Yvan Muller, Finnland kommt mit Kovalainen und Rallye-Vizeweltmeister Marcus Grönholm, der 2002 gewann. Für Norwegen fahren die Rallye-Brüder Henning und Petter Solberg, aus den USA kommen Nascar-Star Jimmie Johnson und Motocross-Pilot Travis Pastrana.

Schottland schließlich bietet neben Formel-1-Pilot David Coulthard Rallye-Fahrer Alister Mcrae auf, für den der Start eine ganz besondere Bedeutung hat. Er springt für seinen im September tödlich verunglückten Bruder Colin ein, an dessen großartige Karriere während der Veranstaltung erinnert wird.

© SID

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