Motorsport International
Schumacher und Vettel gewinnen Race of Champions

Michael Schumacher und Sebastian Vettel haben sich beim Race of Champions in London gegen ein illustres Fahrerfeld durchgesetzt. Im Finale besiegten die Deutschen Finnland 2:1. Im Einzel gewann Schwedens Mattias Ekström.

Wenn Michael Schumacher in einen Rennwagen steigt, hat die Konkurrenz noch immer wenig zu melden. Der Formel-1-Rekordweltmeister und Sebastian Vettel haben beim Race of Champions in London die Nationenwertung gewonnen. Im Finale besiegten die beiden Vorjahressieger Finnland mit dem künftigen Silberpfeil-Piloten Heikki Kovalainen und Rallye-Fahrer Marcus Grönholm 2:1. Im Halbfinale hatte das deutsche Duo im Londoner Wembley-Stadion bereits England mit Jenson Button und Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx 2:0 besiegt.

Den totalen Erfolg des Kerpeners verhinderte nur DTM-Champion Mattias Ekström, der das Einzelrennen im Finale zum zweiten Mal in Folge gewann - und dann noch gegen sein großes Vorbild Schumacher. Im Vorjahr hatte der Audi-Pilot aus Schweden Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb bezwungen.

Ekström: "Traum für jeden Rennfahrer"

"Ich kann damit leben, dass Mattias besser war als ich. Offensichtlich liegen mir Autos mit offenen Rädern besser", kommentierte Schumacher fair seine Niederlage. Ekström war seinerseits total happy. "In so einem Finale gegen Michael zu fahren, vor so vielen Fans, und dann noch zu gewinnen, ist ein Traum, nicht nur für mich, sondern für jeden Rennfahrer", sagte der Sieger, für den das Erstrunden-Aus mit Audi-Kollege Tom Kristensen (Dänemark) im Nationen-Cup "der richtige Weckruf" war.

Schumacher kletterte nach dem Finale zu "Eki" aufs Auto und freute sich mit dem Schweden. Der 38-Jährige konnte auch gelassen bleiben, nachdem er knapp drei Stunden zuvor noch mit Vettel gefeiert hatte. Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt des Heppenheimers war Schumacher über die extra auf dem "heiligen Rasen" verlegte Asphaltpiste gesprintet und hatte Vettel noch im Auto abgeklatscht, nachdem der Heppenheimer mit zwei fantastischen Fahrten gegen Rallye-Vizeweltmeister Marcus Grönholm und den künftigen Silberpfeil-Piloten Heikki Kovalainen den Sieg aus dem Feuer gerissen hatte.

"Wembley ist ein guter Platz für Deutschland"

"Wembley ist ein guter Platz für Deutschland. Hier sind wir offensichtlich nur sehr schwer zu schlagen", sagte Vettel, der sich trotz des Team-Erfolges später über sein Erstrunden-Aus bei der Revanche gegen Kovalainen im Einzelrennen ärgerte. "Es ist sehr schön, jemanden an der Seite zu haben, der einem die Arbeit abnimmt und mit dem man dann auch gewinnt", lobte "Früh-Rentner" Schumacher seinen erst 20 Jahre alten Kollegen, der inzwischen bei Toro Rosso schon den Sprung in die Formel 1 geschafft hat: "Ich freue mich für Sebastian. Er ist ja bei uns auf der Kartbahn in Kerpen groß geworden. Ich habe ihn in jungen Jahren oft beobachtet und dabei schon gesehen, was für ein Talent er besitzt."

Dabei hatte das Finale ganz schlecht begonnen, als der Motor von Schumachers Auto beim Start abstarb und er danach gegen Kovalainen keine Chance mehr hatte. "Keine Ahnung, was da passiert ist. Ich habe dann auf Heikki gewartet, um den Fans zumindest noch eine gute Show zu bieten." Vettel besiegte danach aber zunächst Grönholm sogar in dessen eigenen Rallye-Ford, bevor er sich im Entscheidungslauf in einem Buggy gegen Kovalainen durchsetzte. "Es war schwer, sich immer wieder auf verschiedene Autos einzustellen, hat aber viel Spaß gemacht. Es war eine große Ehre für mich, an Michaels Seite zu fahren."

Kurzer Prozess mit englischem Team

Im Viertelfinale hatte noch Schumacher das deutsche Duo gegen die USA gerettet, nachdem Vettel gegen Motocross-Star Travis Pastrana seinen Lauf verloren hatte. Nach Nascar-Champion Jimmie Johnson bezwang Schumacher dann im Entscheidungslauf auch Pastrana, der anerkennend meinte: "Nicht schlecht, der Junge." Vettel hatte da noch gemeint: "Ich habe halt einen Teamkollegen, auf den ich mich verlassen kann."

Im Halbfinale machten Schumacher und Vettel mit Lokalmatador England kurzen Prozess. Formel-1-Pilot Jenson Button hatte gegen Schumacher ebenso das Nachsehen wie Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx gegen Vettel. Wie in den letzten fünf Spielen der Fußballer in Wembley hieß der Sieger im Traditionsduell wieder Deutschland.

© SID

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