Motorsport International
Tourenwagen-Krimi geht in Istanbul weiter

Heute geht der Krimi der Tourenwagen-WM in Istanbul in die nächsten Runden. Bei den Saisonläufen 15 und 16 liefern sich drei verschiedene Marken einen spannenden Kampf um den WM-Titel.

Während in anderen Motorsport-Klassen eher Langeweile herrscht, ist die Tourenwagen-WM usgeglichen wie nie und fesselnd wie ein Krimi. 14 Rennen, neun verschiedene Sieger in den Zweiliter-Autos von vier Herstellern sorgen für eine spannende Saison. Daher können sich die Fans heute (ab 14 Uhr Mesz) auch bei den Saisonläufen 15 und 16 in Istanbul auf packenden Rennsport freuen.

BMW hat zwar bei der letzten Veranstaltung in Brünn/Tschechien sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung wieder die Führung übernommen, aber auf dem Punktepolster können sich die Münchner kaum ausruhen.

Lamm: "Uns erwartet eine schwere Aufgabe"

"Uns erwartet auf der anspruchsvollen Strecke im Istanbul Park eine schwere Aufgabe. Wir sollten trotz der sehr starken Konkurrenz in der Lage sein, Meisterschaftspunkte zu holen. Das ist uns leider bisher nicht immer gelungen", sagte Schnitzer-Teammanager Charly Lamm vom BMW-Team Germany.

Weltmeister Andy Priaulx (Großbritannien) hat mit 58 Zählern zwar neun Punkte Vorsprung auf Landsmann James Thompson (Seat Leon/49), der Titelverteidiger geht aber wegen seiner bisherigen Erfolge (vier Saisonsiege) als einziger Fahrer mit dem maximalen Zusatzgewicht von 80kg an Bord seines werksunterstützten BMW 320si und damit schwer gehandicapt an den Start.

Priaulx bangt um Meisterschafts-Führung

"Ich bin nicht so sicher, Istanbul als Meisterschafts-Führender verlassen zu können. 80 Kilo Zusatzgewicht lassen sich einfach nicht kompensieren. Man kann das mit einer Fahrt in einem Formel-Auto vergleichen, bei dem der Frontflügel abgebrochen ist", meinte der 32-jährige Brite: "Das Maximalgewicht ist schlichtweg zu hoch."

Zwischen den beiden Seat-Piloten Thompson auf Rang zwei und Gabriele Tarquini (Italien) auf Platz acht liegen nicht weniger als sieben Fahrer innerhalb von nur acht Punkten. Bei insgesamt 20 zu vergebenen Zählern für die beiden Sprintrennen über zehn Runden (53,33km) können sich also auch die beiden BMW-Werksfahrer Jörg Müller (Hückelhoven/45) als Vierter und Dirk Müller (Burbach/44) als Sechster in ihren Schnitzer-320si Hoffnungen machen, an die Tabellenspitze vorzurücken.

Drei verschiedene Marken streiten um den Sieg

Das gilt ebenso für Alfa-Pilot Augusto Farfus (Brasilien/46), der als Drittplatzierter in der Tabelle dafür sorgt, dass Fahrer drei verschiedener Marken ganz vorne liegen. Beim ersten Gastspiel der Tourenwagen-WM auf der 5,333km langen Grand-Prix-Strecke im asiatischen Teil der türkischen Millionenmetropole feierte Alfa Romeo 2005 einen Doppelsieg.

In der Herstellerwertung spielen die Italiener aber in dieser Saison keine Rolle, weil sie im Gegensatz zur Konkurrenz von Seat (6) und BMW (5) nur drei werksunterstützte Alfa 156 einsetzen. Im Vordergrund steht daher der spannende Zweikampf zwischen BMW (170 Punkte) und Seat (169), die sich schon fünfmal an der Tabellenspitze abgewechselt haben. Alfa Romeo (117) und Chevrolet (87) folgen auf den Plätzen drei und vier.

© SID

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