Motorsport Motorrad
Bradl fährt in Jerez knapp am Podium vorbei

Motorradpilot Stefan Bradl hat beim Grand Prix im spanischen Jerez nur knapp den erneuten Sprung aufs Podium verpasst. Der 18-Jährige wurde nach Rang drei zum Auftakt Vierter.

Im zweiten Rennen der Saison hat die deutsche Motorrad-Hoffnung Stefan Bradl den dritten Platz aus dem ersten Rennen nur um Haaresbreite verpasst. Beim Großen Preis von Spanien in Jerez kam der Aprilia-Pilot aus Zahling auf Rang vier im Rennen der Klasse bis 125ccm und musste sich dabei auf der Ziellinie dem Briten Bradley Smith um 36 Tausendstelsekunden geschlagen geben.

"Habe gezeigt, dass ich keine Eintagsfliege bin"

"Ich bin glücklich, denn ich habe gezeigt, dass ich keine Eintagsfliege bin. Und das war mir sehr wichtig", sagte der Aprilia-Pilot aus Zahling, nachdem er sich durch Rang vier in Jerez auf Rang zwei der WM-Wertung verbessert hatte.

Nach seinem sensationellen dritten Platz beim Saison-Auftakt vor drei Wochen in Katar lieferte der Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl wieder eine starke und reife Leistung ab, am Ende verhinderte wohl alleine der nachlassende Hinterreifen eine erneute Podest-Platzierung. "Das war dennoch ein tolles Rennen von mir", sagte Bradl zurecht und stellte zufrieden fest: "Ich habe gezeigt, dass ich vorne mitfahren kann. Es ist schade, dass es am Schluss an Tausendstelsekunden gehangen hat, aber ich bin jetzt ganz oben angekommen, und da ist die Luft eben sehr dünn."

Auf den WM-Titel will der spanische Meister des Vorjahres noch nicht spekulieren. "Auf die WM-Wertung schaue ich noch gar nicht", sagte der Bayer, der fünf Punkte hinter Jerez-Sieger Simone Corsi liegt: "Es sind noch 15 Rennen, da kann noch viel passieren. Vor allem muss man verletzungsfrei bleiben. Aber mein Hauptziel ist es, dass ich bald auch um Siege mitfahren kann."

Davon ist der ebenfalls erst 18 Jahre alte Sandro Cortese (Berkheim/Aprilia) derzeit weit entfernt. Nach Rang elf in Katar wurde der Schwabe diesmal nur Zehnter und blieb erneut unter seinen Möglichkeiten.

Bradls Teamkollege Robin Lässer (Isny) war nicht am Start. Er war im Training am Samstag schwer gestürzt und hatte eine Quetschung des zwölften Halswirbels und eine leichte Gehirnerschütterung erlitten. "Das war schon ein sehr heftiger Sturz, ich bin mit dem Rücken direkt auf den Asphalt geknallt", sagte der 17-Jährige, der das Krankenhaus aber schon nach kurzer Behandlung wieder verlassen konnte.

Kalio gewinnt nach Kollision

Der Finne Mika Kallio hat indes den zweiten WM-Lauf der Motorrad-Klasse bis 250ccm gewonnen. Der KTM-Pilot profitierte beim Großen Preis von Spanien in Jerez von einer Kollision der beiden deutlich in Führung liegenden Fahrer Marco Simoncelli (Italien) und Alvaro Bautista (Spanien). In der WM-Wertung führt weiterhin der Italiener Mattia Pasini (Aprilia), der den Saison-Auftakt in Katar gewonnen hatte und sich in Jerez von Platz 15 während des Rennens noch bis auf Rang zwei vorarbeitete. Deutsche Fahrer sind in der Viertelliterklasse erstmals seit 1977 nicht am Start.

Vize-Weltmeister Dani Pedrosa (Honda) hat den Ausrutscher von Titelverteidiger Casey Stoner (Australien/Ducati) genutzt und die Führung der WM-Wertung in der Motorrad-"Königsklasse" Motogp übernommen. Der Spanier gewann vor heimischem Publikum in Jerez das zweite Saisonrennen vor dem siebenmaligen Weltmeister Valentino Rossi (Italien/Yamaha). Stoner, der in Katar gewonnen hatte, wurde nach zwei Ausritten ins Kiesbett nur Elfter. Deutsche Fahrer sind in diesem Jahr in der Motogp nicht am Start.

© SID

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