Motorsport Motorrad
Bradl steht beim Heimrennen in der ersten Reihe

Stefan Bradl startet beim WM-Lauf auf dem Sachsenring aus der ersten Reihe. Der Motorradpilot nährt damit die Hoffnung auf den ersten deutschen Heimsieg seit zwölf Jahren.

Der Angriff auf die Pole Position verpuffte, doch mit mehr als 100 000 Fans im Rücken will Deutschlands Motorrad-Hoffnung Stefan Bradl voll auf Sieg fahren und die zwölfjährige Durststrecke auf einen deutschen Heimtriumph in der WM endlich beenden. "Mein Ziel ist das Podium. Aber am liebsten wäre mir, ich könnte die deutsche Hymne hören. Alles ist möglich", meinte der 18 Jahre alte Aprilia-Pilot aus Zahling, der am Sonntag von Startplatz drei aus ins 125er-Rennen auf dem Sachsenring gehen wird.

Als großer Favorit profilierte sich allerdings Weltmeister Gabor Talmcsi (Ungarn/Aprilia/1:27,552 Minuten). "Er ist im Vorteil", meinte Bradl: "Er ist Titelverteidiger, hat viel Erfahrung, steht auf der Pole. Doch der Heimvorteil könnte mein großer Vorteil sein." Zwar habe er vor dem Qualifying (1:27,921) eine besondere Nervosität verspürt, doch am Sonntag wollen die Zuschauer den WM-Sechsten zum ersten Karriere-Sieg treiben. Den letzten deutschen Erfolg bei einem Heim-Grand-Prix gab es 1996 durch Deutschlands letzten Weltmeister Dirk Raudies auf dem Nürburgring, ebenfalls in der Klasse bis 125 ccm.

Cortese in Lauerstellung auf Podestplatz

Zumindest auf einen Podestplatzierung lauert auch wieder Sandro Cortese. Der ebenfalls erst 18 Jahre alte Aprilia-Fahrer aus Berkheim, der zuletzt in Assen als Vierter sein bestes Karriere-Ergebnis eingefahren hatte, verbesserte sich auf 1:28,465 Minuten und vom 17. auf den 9. Platz. "Lange Zeit hat die Kupplung geschleift. Als wir die ausgetauscht haben, lief es", meinte der Schwabe mit italienischen Wurzeln. Konkrete Ziele wollte er zwar nicht formulieren, das Spekulieren auf eine Podiumsplatzierung ist aber zwischen den Zeilen deutlich erkennbar. "Schaun wir mal, was alles geht. Ich habe jedenfalls gesehen, dass noch viel mehr möglich ist, doch leider bin ich in meiner schnellsten Runde im Pulk stecken geblieben."

Positiv überraschte der erst 15 Jahre alte Marcel Schrötter (Pflugdorf). Der vom fünfmaligen Weltmeister Toni Mang trainierte Honda-Fahrer war im Freien Training Vierter und lag als 20. im Qualifying (1:28:852) sogar deutlich vor Deutschlands drittem Stammfahrer Robin Lässer (Isny/Aprilia/1:29,307) als 28., der dennoch "endlich den ersten WM-Punkt" anstrebt. Die anderen Wildcard-Fahrer Marvin Fritz (Neckarzimmern/Honda/1:29,552) als 30., Sebastian Kreuziger (Ammerndorf/Aprilia/1:30,074) als 34. und Eric Hübsch (Lichtenstein/Aprilia/1:30,947) als 36. nahmen erwartungsgemäß nur hintere Plätze ein.

Stoner setzt Aufholjagd in Königsklasse fort

In der Motogp macht Titelverteidiger Casey Stoner von der Pole Position aus Jagd auf den 100. Königsklassen-Sieg eines australischen Piloten. Der Ducati-Fahrer, in der WM-Wertung nur Dritter, aber zuletzt zweimal hintereinander siegreich, fuhr im Qualifiying der Motogp am Samstag Bestzeit (1:21,067 Minuten). WM-Spitzenreiter Dani Pedrosa (Spanien/Honda/1:21,420) geht als Zweiter ins Rennen, der siebenmalige Weltmeister Valentino Rossi (Yamaha/1:21,845) startet nur von Rang sieben. Der italienische Superstar wird mit seinem Start am Sonntag aber einen Rekord aufstellen: Er verpasste seit seinem Debüt 1996 in Assen kein Rennen und startet zum 202. Mal in Folge.

Wirsing fährt hinterher

Bei den 250ern war der WM-Zweite Marco Simoncelli (Italien/Gilera/1:23,399) der Schnellste. Der von Ex-WM-Fahrer Dirk Heidolf betreute Toni Wirsing (Chemnitz/Honda/1:27,836) nimmt bei seinem Wildcard-Start den 25. und damit vorletzten Platz ein.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%