Motorsport Motorrad
Heidolf droht nach Sturz lange Verletzungspause

Nach einem Sturz bei Testfahrten auf dem Sachsenring muss Motorrad-Pilot Dirk Heidolf voraussichtlich vier Rennen pausieren. Weltmeister Tom Lüthi wurde nach seinem Unfall unterdessen erfolgreich operiert.

Während seiner Testfahrten auf dem Sachsenring hat Motorrad-Pilot Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal) bei einem Sturz einen Bruch des Kahnbeins an der rechten Hand und eine Prellung am linken Fuß zugezogen. Damit fällt der 250er-Fahrer voraussichtlich für die nächsten vier Rennen aus. Heidolf muss operiert werden, und die Ärzte prognostizieren eine Pause von mindestens sechs Wochen.

Neben Heidolf hat es bei den Tests auf dem Sachsenring auch 125er-Weltmeister Tom Lüthi erwischt. Der 19 Jahre alte Teamkollege von Sandro Cortese (Berkheim) ist am Donnerstag in seiner Schweizer Heimat wegen eines erneuten Bruches des Schlüsselbeins operiert worden.

"Der Knochen, der am schlechtesten heilt"

"Ich war in der Runde, als ich stürzte, eigentlich gut unterwegs, aber dann hatte ich völlig unvorbereitet einen Highsider und flog nicht wie üblich in dem Fall auf den Rücken, sondern irgendwie auf die Füße und Hand", sagte Heidolf, der nach dem Sturz, der bereits am Mittwoch passierte, nach einer ersten Untersuchung zunächst nach Hause fuhr. "Aber über Nacht hatte ich solche Schmerzen, dass ich heute früh noch mal zum Arzt ging wo man dann feststellte, dass das Kahnbein gebrochen ist. Das ist der Knochen, welcher am schlechtesten heilt", meinte Heidolf, der in den ersten fünf Rennen der Saison fünf WM-Punkte geholt hat.

Lüthi hatte sich die Verletztung ebenfalls am Mittwoch, drei Tage nach seinem ersten Saisonsieg in Le Mans, zugezogen. Er erlitt zudem eine leichte Gehirnerschütterung. Nach einer ersten Untersuchung in einem Krankenhaus in Chemnitz fuhr er in die Schweiz zurück, wo der Eingriff vorgenommen wurde.

Lüthi anderthalb Stunden operiert

Lüthi hatte sich die gleiche Verletzung bereits Anfang März bei Testfahrten in Barcelona zugezogen, war damals aber nicht operiert worden. Die Ärzte fanden jetzt heraus, dass es sich bei Lüthis neuer Blessur immer noch um den "alten" Bruch handelte. In einer anderthalbstündigen Operation wurde das Schlüsselbein mit einer Platte stabilisiert.

Ob Lüthi nach der Operation schon am übernächsten Wochenende beim Rennen in Mugello schon wieder starten kann, soll kurz vor dem ersten Training entschieden werden. "Für mich ist aber klar, dass ich alles daran setzen werde, um in Mugello starten zu können", sagte Lüthi.

© SID

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