Motorsport Motorrad
Hofmann kann auf Ducati-Stammplatz hoffen

Alex Hofmann verfehlte beim Motogp in Assen zwar eine Top-Ten-Platzierung, dennoch dürfte für ihn ein Stammplatz im Ducati-Team näher rücken. Sandro Cortese und Franz Aschenbrenner stellten ihre persönlichen Rekorde ein.

Wenigstens der WM-Achtelfinalsieg der deutschen Fußballer sorgte bei Alex Hofmann für uneingeschränkte Freude. In Bezug auf seine Leistung war dem einzigen deutschen Motorrad-Fahrer in der Königsklasse Motogp nämlich nicht so recht bewusst, ob er zufrieden sein sollte oder nicht. Sein Ziel beim ersten Einsatz als Ducati-Werksfahrer hatte er als zwölfter beim Großen Preis der Niederlande in Assen verpasst, seinem Traum vom Stammplatz ist der Bochumer aber möglicherweise näher gekommen.

"Natürlich habe ich mir mehr erhofft. Ich wollte unbedingt in die Top Ten. Aber die Signale aus dem Team waren durchweg positiv", meinte der 26-Jährige, der normalerweise für das Ducati-Privatteam D´Antin fährt. In der kommenden Woche im englischen Donington wird er noch einmal eine weitere Bewährungschance im Werksteam erhalten, da der Spanier Sete Gibernau wegen eines Schlüsselbeinbruchs weiter ausfällt.

Cortese und Aschenbrenner stellen Bestmarken ein

Unterdessen stellten Sandro Cortese (Berkheim/Honda) und Franz Aschenbrenner (Eichenried/Aprilia) vor mehreren tausend deutschen Fans in den Niederlanden ihre Karriere-Bestmarken ein. Cortese wurde in der Klasse bis 125ccm bereits zum vierten Mal in seiner Karriere 14. und holte seine WM-Punkte zwei und drei in diesem Jahr. Aschenbrenner wurde bei seinem insgesamt vierten Start in der 250er-Klasse 19.. Dagegen konnte der 16 Jahre alte Stefan Bradl (Zahling/KTM) nach einem Sturz in der zweiten Runde nur noch Schadensbegrenzung betreiben und wurde 31. Der frühere WM-Fahrer Georg Fröhlich (Wechselburg/Honda), der mit einer Wildcard am Start war, belegte einen achtbaren 23. Rang.

Moralischer Sieger des Wochenendes war der siebenmalige Weltmeister Valentino Rossi. Der Titelverteidiger der Motogp fuhr trotz am Donnerstag erlittener Haarrisse in der Hand und im Knöchel vom 18. und letzten Startplatz noch auf Rang acht und staubte damit acht wichtige Punkte im Kampf um die WM-Krone ab. Allerdings baute der US-Amerikaner Nicky Hayden durch seinen ersten Saisonsieg und den 200. Honda-Erfolg die Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Bei den 125ern verkürzte der Finne Mika Kallio (KTM) durch seinen zweiten Saisonsieg den Rückstand auf den diesmal drittplatzierten Alvaro Bautista (Spanien/Aprilia) auf 47 Punkte. In der Viertelliterklasse rückte der Spanier Jorge Lorenzo (Aprilia) bis auf 16 Punkte an den Italiener Andrea Dovizioso (Honda) heran, der in Assen Dritter wurde.

Vater glaubt an Stefan Bradls Durchbruch

Stefan Bradl stand dagegen traurig vor seiner Box und musste von Papa Helmut getröstet werden. "Stefan ist aus der Kurve rausgeflogen. Da hat er 30 Sekunden verloren, und das Motorrad war auch leicht demoliert", meinte der frühere Vize-Weltmeister: "Beim Start und in den ersten zwei Runden ist er noch nicht gut genug. Das wissen wir, und daran werden wir arbeiten. Aber wir wissen, dass wir nahe dran sind, irgendwann wird der Knoten platzen."

Einen ersten Ansatz dazu zeigte diesmal Cortese. "Endlich wenigstens mal wieder 14.", meinte der Schwabe. Aschenbrenner darf sich unterdessen Hoffnungen auf eine Festanstellung im nächsten Jahr machen. "Es gab schon Gespräche. Ich habe an der WM geschnuppert, jetzt will ich fest rein", sagte der Bayer.

© SID

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