Motorsport Motorrad
Hofmann startet 2006 für Ducati-Privatteam

Frühes Weihnachtsgeschenk für Alex Hofmann: Der bei Kawasaki ausgemusterte Motorad-Pilot wird im nächsten Jahr in der Motogp für ein Ducati-Privatteam fahren. Der 25-Jährige ist der einzige Deutsche in der Königsklasse.

Alex Hofmann wird im nächsten Jahr doch wieder die deutschen Farben in der Motogp vertreten. Der einzige deutsche Pilot in der Motorrad-Königsklasse wird für ein Ducati-Privatteam starten, mit dem er sich am Dienstagabend auf einen Vertrag für das Jahr 2006 einigte. "Damit ist Weihnachten für mich in diesem Jahr vorgezogen. Es ist unglaublich, dass ich im nächsten Jahr doch dabei sein kann", sagte der nach zwei Jahren bei Kawasaki ausgemusterte Hofmann dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Der 25 Jahre alte Bochumer ist der einzige deutsche Fahrer, der seit Einführung der Motogp-Kategorie 2002 in der Königsklasse startete. Sein Vertrag im Kawasaki-Team des früheren deutschen Grand-Prix-Fahrers Harald Eckl war nicht verlängert worden, nachdem Hofmann 2005 wegen Verletzungen nach zwei Stürzen insgesamt sieben der 16 WM-Läufe verpasst hatte und in den restlichen Teamkollege Shinya Nakano (Japan) hinterhergefahren war.

Unterstützung vom spanischen Rechtevermarkter

Die Wende kam erst in der vergangenen Woche. "Meine Hoffnungen schwanden immer mehr, aber im Endeffekt ging dann doch alles sehr schnell", berichtet Hofmann: "Erst seit Freitag haben wir intensiv verhandelt, am Dienstagabend war schon alles in trockenen Tüchern."

Unterstützt und forciert wurden die Verhandlungen offenbar vom spanischen Rechtevermarkter Dorna, der großes Interesse daran hat, dass der TV-Markt Deutschland auch 2006 einen Motogp-Fahrer geboten bekommt.

Finanziell ist der Vertrag für Hofmann, der die Stammnummer 66 behalten wird, bis dato wenig lukrativ. "Das wird kein Jahr, um Geld zu verdienen", sagt der Viertelliter-Europameister von 1998: "Aber es ging mir darum, weiter dabei zu sein."

Zukunft von Jenkner offen

Da der zweite neue Fahrer, der Spanier Jose Luis Cardoso, als Superbike-Aufsteiger sein erstes Jahr in der WM absolviert, wird der Deutsche wohl die Nummer eins im Team sein. "Ich bin sehr zuversichtlich für die neue Saison. Hofmann ist noch jung, verfügt aber bereits über drei Jahre Motogp-Erfahrung", meint Teamchef Luis D´Antin.

Die Zukunft von Steve Jenkner in der 250er-Klasse ist dagegen weiter offen. Der Sachse hat ein Angebot zur Vertragsverlängerung bei seinem Aprilia-Team, will nach einem ebenfalls enttäuschenden Jahr nur bei verbesserten Rahmenbedingungen an den Start gehen.

© SID

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