Motorsport Motorrad
Hofmann will große Party auf dem Sachsenring

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist gerade erst vorbei, dennoch steht Deutschland das nächste sportliche Großereignis bevor. Auf dem Sachsenring ist am Wochenende die Motorrad-WM zu Gast und will eine große Party feiern.

Die meisten Deutschen vermissen bereits jetzt die Atmosphäre der Fußball-Weltmeisterschaft. Dabei steht am Wochenende das nächste sportliche Großereignis bevor. Auf dem Sachsenring beginnt am heutigen Freitag der Große Motorrad-Preis von Deutschland. "Das Wetter passt, und ich hoffe, wir können noch besser feiern als die Fußball-Freaks", freut sich Alex Hofmann auf das Rennwochenende.

Neuer Besucherrekord angepeilt

Den Zuschauerrekord aus dem Vorjahr von 216 457 Besuchern am gesamten Wochenende wollen die Veranstalter noch einmal toppen. 220 000 Fans werden erwartet, die 60 000 Sitzplätze auf den 19 Tribünen für die Rennen am Sonntag sind schon so gut wie ausverkauft.

Die insgesamt acht deutschen Fahrer werden am Wochenende sportlich allenfalls für Achtungserfolge sorgen, doch auch mit seinem Rahmenprogramm ist der Sachsenring einer der Höhepunkte des Jahres. Das Benefiz-Fußballspiel am Donnerstag zwischen einer Fahrer-Auswahl und einem Prominenten-Team ist im WM-Zirkus einmalig, dazu steigt auf dem Ankerberg ein Volksfest mit Bungee-Jumping, Shows und Open-Air-Konzerten. Etwa 15 000 Menschen werden dort campen. Für die Region bedeuten die etwa 15 Mill. Euro zusätzlicher Umsatz rund 180 Arbeitsplätze.

"Die Begeisterung ist unglaublich groß. So mancher Fahrer stöhnt schon, weil viel Arbeit auf ihn wartet. Rund um den Sachsenring gibt es nämlich die eifrigsten Autogrammsammler", meint Hofmann schmunzelnd.

Rossi gibt nicht auf

Superstar Valentino Rossi genoss in den letzten Jahren das Bad in der Menge, in diesem Jahr wird er wesentlich angespannter sein. Statt wie gewohnt zur Jahresmitte schon mit großem Vorsprung die WM-Wertung anzuführen, liegt der siebenmalige Weltmeister nach Stürzen, Pannen und einem peinlichen Wechselfehler seines Team nur auf Rang drei. "Meine Titelchance ist noch am Leben", sagt der Italiener trotz seiner 35 Punkte Rückstand auf den US-Amerikaner Nicky Hayden kämpferisch.

Die deutschen Hoffnungen auf WM-Punkte sind an diesem Wochenende gedämpft. Hofmann muss nach zwei Rennen für das Ducati-Werksteam wieder für das Privatteam D´Antin starten, da der Spanier Sete Gibernau sich bei Ducati fit gemeldet hat.

Heidolf feiert Comeback

Dirk Heidolf wird in seiner Heimatstadt erstmals seit seinem am 24. Mai erlittenen Kahnbeinbruch wieder an den Start gehen, ist aber immer noch nicht richtig fit und kann nur mit einer Orthese aus Karbon ins Rennen gehen. "Ich würde gern beim Rennen ohne starke Schmerzmittel auskommen", sagt der in der 250er-Klasse fahrende Sachse: "Normalerweise wird eine solche Verletzung einfach taub gespritzt, aber das will ich mit dieser Orthese vermeiden."

Außer Heidolf (29) und Hofmann (26) werden am Wochenende noch sechs deutsche Teenager starten. Neben den beiden 16 Jahre alten Stammfahrern Sandro Cortese (Berkheim) und Stefan Bradl (Zahling), die auf Punkte spekulieren, werden vier Wildcard-Fahrer dabei sein: Robin Lässer (15/Isny), Joshua Sommer (16/Markerup), Toni Wirsing (16/Chemnitz) und Georg Fröhlich (18/Wechselburg). Während Lässer, Sommer und Wirsing ihr WM-Debüt geben, kommt der frühere WM-Fahrer Fröhlich zu seinem siebten Start.

© SID

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