Motorsport Motorrad
Kiefer traut Bradl die "Top Ten" zu

Von seinem Schützling Stefan Bradl erwartet Teamchef Stefan Kiefer in der Motorrad-WM einiges: "Wir wollen mit ihm unter die ersten Zehn", sagt Kiefer vor dem ersten Rennen.

Drei Tage vor dem Start in die neue Saison der Motorrad-WM spricht Teamchef Stefan Kiefer im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) über die Aussichten seines großen Hoffnungsträgers Stefan Bradl und dessen Kollegen.

sid: "Herr Kiefer, am Sonntag startet die Motorrad-WM in die neue Saison. In Stefan Bradl haben Sie die größte deutsche Hoffnung verpflichtet und ihm ein Werks-Motorrad zur Verfügung gestellt. Wie lief die Vorbereitung?"

Stefan Kiefer: "Außergewöhnlich gut. Beim offiziellen Test in Jerez war Stefan sogar Dritter, sonst fuhr er konstant unter die ersten Fünf oder Sechs. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir am Sonntag auch gut in die Saison starten werden."

sid: "Sind die ohnehin schon hohen Erwartungen an Bradl durch die guten Test-Ergebnisse gestiegen?"

Kiefer: "Wir versuchen, das ein bisschen kleinzuhalten. Wir haben vorher gesagt, wir wollen mit ihm unter die ersten Zehn in der WM-Wertung, daran hat sich nichts geändert. Wenn es Ausreißer nach vorne gibt, sprich mal einen dritten oder vierten Platz, sind wir umso froher. Aber wir wollen das noch nicht zu sehr puschen."

sid: "Als zweiten Fahrer haben Sie den erst 17 Jahre alten Robin Lässer verpflichtet. Nach den ersten Tests sagten Sie, man müsse den Neuling, 2005 immerhin jüngster IDM-Meister, bremsen, da er zu übermütig sei..."

Kiefer: "Das haben wir getan. Robin merkt natürlich, dass die Trauben in der WM ein bisschen höher hängen. Aber er macht sich sehr gut. Noch fährt er im hinteren Mittelfeld und in den ersten Rennen darf man ihn sicher auch nicht unter den ersten 20 erwarten. Aber ich bin sehr optimistisch, dass er sich gegen Ende der Saison mehr und mehr den Punkterängen nähern wird."

sid: "Als Chefmechaniker des dritten Fahrers, des Rumänen Robert Muresan, haben Sie in Ralf Waldmann den erfolgreichsten deutschen Fahrer der letzten 15 Jahre verpflichtet. Was erwarten Sie sich von ihm?"

Kiefer: "Er macht einen guten Job, schaut hier und da auch nach Robin. Er ist ein guter Typ, lustig, positiv, mit großer Erfahrung."

sid: "Sie sind das einzige deutsche Team in der WM, haben zwei von drei deutschen Fahrern unter Vertrag: Spüren Sie einen erhöhten Druck in diesem Jahr? Oder gibt es eher Vorteile, in der Hinsicht, dass sich die wenigen Sponsoren auf dem deutschen Markt nun auf Ihr Team konzentrieren?"

Kiefer: "Druck verspüren wir nicht, eher Vorfreude. Und bei den Sponsoren hat es sich auch noch nicht bemerkbar gemacht. Aber dafür müssen wir ja auch erst einmal Leistung zeigen. Ich glaube, wenn man wirklich Erfolg hat, dann gibt es auch in Deutschland große Sponsoren. Wir haben meist mit deutschen Fahrern zusammen gearbeitet und konnten so bestehen. Wenn wir es schaffen können, wirklich erfolgreich zu sein, wächst auch die TV-Präsenz. Und dann wird auch das Interesse der Sponsoren da sein, die WM marketingtechnisch zu nutzen."

© SID

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