Motorsport Motorrad
KTM wirft Youngster Bradl aus dem Team

Gerade 16 Jahre alt und schon arbeitslos. Stefan Bradl, große deutsche Motorrad-Hoffnung, ist vom Team KTM gefeuert worden. Begründung seien die verfehlten sportlichen Ziele des derzeit verletzten Fahrers.

Die Woche begann für Stefan Bradl mit einem Knall. Deutschlands Motorrad-Hoffnung ist von seinem österreichischen Team KTM überraschend gefeuert worden. Das gab Stefans Vater Helmut Bradl, 1991 Vizeweltmeister in der Klasse bis 250ccm, am Dienstag ohne Angabe von Gründen bekannt. "Ich bin im Moment so geschockt, dass ich das noch gar nicht glauben kann", sagte Helmut Bradl. Sein 16-jähriger Sohn hatte vor der laufenden Saison einen Vier-Jahres-Vertrag unterzeichnet.

KTM ließ auch am Dienstag keine Mitteilung zu dem Thema verbreiten. Es hieß jedoch offiziell, Bradl sei nicht gefeuert worden, KTM habe sich jedoch entschlossen, den Vertrag aufzulösen, da er seine "sportlichen Ziele nicht erreicht habe". Im Vertrag war festgelegt worden, dass der Youngster im ersten Jahr unter die Top 15 der WM-Wertung in der 125er-Klasse fährt. Derzeit belegt er Rang 25, allerdings verpasste er sechs Rennen wegen Verletzung.

Kein Rennen seit Anfang September

Gekündigt wurde von KTM auch der Vertrag mit Dieter Stappert, dem Chef des KTM-Junior-Teams. Dessen bis Ende 2007 laufender Vertrag endet nun bereits zum Saisonende. Das habe man ihm bereits am Dienstag vergangener Woche mitgeteilt. Dazu Stappert enttäuscht: "Was mit großer Euphorie vor einem Jahr mit der Aussage begann, dass dies ein langfristiges Projekt sei, ist bereits nach einem Jahr wieder zu Ende."

Anfang September hatte Stefan Bradl im 125er-Training zum Großen Preis von Malaysia einen Bruch des rechten Unterschenkels erlitten und musste operiert werden. Seitdem bestritt er kein Rennen mehr. In der laufenden Saison holte Bradl insgesamt vier WM-Punkte.

© SID

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